Titelaufnahme

Titel
Determinanten der Dividendenpolitik : eine empirische Analyse von an der Wiener Börse gelisteten Unternehmen / Kathrin Sallfellner
Verfasser/ VerfasserinSallfellner, Kathrin
Begutachter / BegutachterinFischer, Edwin
Erschienen2015
UmfangVI, 56 Bl., Bl. VI - XV : Zsfassungen (2 Bl.) ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2015
Anmerkung
Zsfassungen in engl. und dt. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Dividendenpolitik / Österreich / Dividendenpolitik / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-89135 Persistent Identifier (URN)
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Determinanten der Dividendenpolitik [0.67 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Dividenden sind eine Möglichkeit, AktionärInnen am Gewinn eines Unternehmens zu beteiligen. Da das Verhältnis von Gewinn zu Dividenden im Zeitablauf oft nicht stabil ist, stellt sich die Frage nach weiteren Determinanten, die Einfluss auf die Dividendenpolitik nehmen. Lintner (1956) entwickelte ein partielles Anpassungsmodell, das den laufenden Gewinn und die Vorjahresdividende zur Prognose von Dividenden heranzieht. Der Grundgedanke ist, dass Unternehmen - analog zu den Präferenzen ihrer AnlegerInnen - versuchen, eine nachvollziehbare stabile Dividende mit graduellem Wachstum auszuschütten, die auch in Zukunft aufrechterhalten werden kann. Mit Hilfe von deskriptiven Analysemethoden und einer Regressionsanalyse wird in der vorliegenden Arbeit dieses bewährte Modell auf seine Gültigkeit für 20 Unternehmen des österreichischen Aktienindex ATX prime im Zeitraum von 2004 bis 2013 geprüft. Der dynamische Charakter des Lintner-Modells in Zusammenhang mit der Panelstruktur der Daten erfordert für die Regressionsanalyse spezielle ökonometrische Methoden. Unter Berücksichtigung der Dimensionen des Panels sowie der Eigenschaften der untersuchten Daten erweist sich die verallgemeinerten Momenten-Methode von Blundell und Bond (1998) als beste Methode. Aus den Regressionsergebnissen lässt sich für die jährliche Dividende folgende grobe Schätzung ableiten: der Vorjahresdividende plus 10% des laufenden Gewinns. Im Vergleich mit anderen Länderstudien zeigen die österreichischen Unternehmen eine etwas konservativere Anpassung an den laufenden Unternehmenserfolg und eine etwas geringere Zielausschüttungsquote in Höhe von rund 40%. Das Lintner-Modell erweist sich insgesamt als gute Annäherung an das Dividendenverhalten der ausgewählten österreichischen Unternehmen, das sich entsprechend dem Modell als pfadabhängigen und konservativen Prozess beschreiben lässt.

Zusammenfassung (Englisch)

Dividends are understood as a possibility for shareholders to participate in company profits. Since the ratio of profit to dividends is rarely stable over time, the question for additional determinants that influence dividend policy arises. Lintner (1956) developed a partial adjustment model to predict dividends based on current profits and last years dividend. According to the model, companies try to pay transparent and stable dividends with gradual growth that can be maintained in the long term. The present study uses descriptive analytical methods and regression analysis to test Lintners model for 20 companies in the Austrian stock index ATX prime from 2004 to 2013. The dynamic character of Lintners model and the panel structure of the data require extended econometric methods. In consideration of the panel dimensions and the properties of the data, the general method of moments by Blundell and Bond (1998) proved to be the best option. The regression results show that the yearly dividend can be estimated as: of last years dividend plus 10% of current profits. In comparison to similar country studies, the Austrian adjustment process is more conservative and is based on a lower target payout ratio of 40%. In conclusion, Lintners model is a suitable approach to describe the dividend policy of the Austrian sample, which is, as assumed, path dependent and conservative.