Titelaufnahme

Titel
Kompetenzorientierung im Rahmen von "Soziales Lernen" und "Berufsorientierung" in der Neuen Mittelschule / Georg Ferstl
Verfasser/ VerfasserinFerstl, Georg
Begutachter / BegutachterinHöllinger, Franz
Erschienen2015
Umfang101 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2015
Anmerkung
Zsfassungen in engl. und dt. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Neue Mittelschule / Sozialkompetenz / Berufswahlunterricht / Österreich / Neue Mittelschule / Sozialkompetenz / Berufswahlunterricht / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-89068 Persistent Identifier (URN)
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Kompetenzorientierung im Rahmen von "Soziales Lernen" und "Berufsorientierung" in der Neuen Mittelschule [1.41 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In dieser Arbeit wird die Neue Mittelschule (NMS) in Österreich untersucht. In dieser besteht eine Schwerpunktsetzung auf die Vermittlung von Kompetenzen. Im Fokus dieser Arbeit stehen Sozialkompetenz und Berufswahlkompetenz. Untersucht wurden die Konzepte der Lehrkräfte, die die Fächer „Soziales Lernen“ und „Berufsorientierung“ unterrichten. Den theoretischen Rahmen liefert Bourdieus Kapitaltheorie und sein Habituskonzept in Verbindung mit dem Capability Approach. Dieser Ansatz beleuchtet Faktoren, die der Nutzung einer Ressource, in diesem Fall individuelle Begabungen, Stärken und Interessen, hinderlich sein können. Die Annahme lautet, dass die SchülerInnen im idealtypischen Fall am Ende der Schullaufbahn einen spezifischen Habitus aufweisen und im Sinne des Capability Approach fähig sind, aktive Gestalter des eigenen Lebens zu sein. Es konnte gezeigt werden, dass die Konzepte der Lehrkräfte stark vom Standort und der Klientel abhängig sind. Im Sozialen Lernen besteht eine Unterscheidung zwischen der Vermittlung „grundlegender sozialer Kompetenzen“ und der Fokussierung auf „Ich-Stärke“. In der Berufsorientierung handelt es sich um das „Wissen um die Möglichkeiten“ und die Fähigkeit, subjektive Potentiale zu verwirklichen. Diese Trennung ist idealtypisch und kann nur analytisch aber nicht in der Praxis erfolgen. Die Ausgangslage beeinflusst die Konzepte und die Erfolgsquote. Defizite aus der familiären Sozialisation können nur teilweise ausgeglichen werden. Selbst wenn die Lernziele erreicht werden, sind schlussendlich soziale Rahmenbedingungen bezüglich der Berufs- oder Ausbildungswahl ausschlaggebend. Soziale Normen und Erwartungshaltungen von Eltern und LehrerInnen stehen teilweise im Widerspruch zum Leitbild der NMS (Förderung nach Interesse, Neigung, Begabung). Die Fokussierung auf individuelle Stärken und Begabungen wird im Feld als positiv wahrgenommen, die praktische Umsetzung wird jedoch als mangelhaft und bisweilen nicht durchführbar bewertet.

Zusammenfassung (Englisch)

This paper focuses on the Neue Mittelschule (NMS) in Austria. It examines the cross-curricular competences: social competence and vocational competence. In the NMS those two competences are taught as separate subjects: Soziales Lernen (social learning) and Berufsorientierung (vocational orientation). Aim of the study is to describe the teaching concepts. The theoretical framework is provided by Pierre Bourdieu's concepts of capital and habitus in combination with the Capability Approach. In the ideal case students are capable of managing their own life at the end of those four years. It was shown, that the teacher's concept are dependent on the location of the school and on the students themselves, regarding the amount of incorporated cultural capital they have acquired before entering the school. Social Learning can be described by two main aspects: simple social competences as discipline and 'right' behaviour and 'self-competence', in the sense of being self confident and being aware of individual potentials. Vocational competence also has two main aspects: The knowledge about about employment opportunities after completing compulsory education and the competence of knowing how to match subjective potentials with objective possibilities. The is correspondence between the latter mentioned in each case and the contents of those subjects are very similar in many ways. The goals of this kind of education are ideal types: schools cannot fulfil them completely. The most relevant factor, which is mentioned in the Capability Approach, is social norms: The expectations of parents but also of teachers themselves can be obstructive. Nevertheless the concentration on individual aspects is perceived positively by the teachers, the practical implementation though is seen as problematic and not always attainable.