Titelaufnahme

Titel
Das Tier als Produkt : Konsumverhalten und Moral im Hinblick auf die Schweinehaltung in Österreich / vorgelegt von Melissa Hirzbauer
Verfasser/ VerfasserinHirzbauer, Melissa
Begutachter / BegutachterinErmann, Ulrich
Erschienen2015
Umfang130 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2015
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Schweinehaltung / Verbraucherverhalten / Österreich / Schweinehaltung / Verbraucherverhalten / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-89014 Persistent Identifier (URN)
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Das Tier als Produkt [6.65 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die heutige Konsumgesellschaft kauft vermehrt unbewusst ein, durch unbedachte Kaufentscheidungen wird vor allem heimischen, landwirtschaftlichen Betrieben geschadet. Besonders tierische Produkte betreffend wirft gedankenloser Konsum moralische Fragestellungen auf, da Lebensmittel in der heutigen Konsumgesellschaft scheinbar immer mehr an Wert verlieren und tierisches Leben zunehmend materialisiert wird. Folgende Arbeit beschäftigt sich mit ethischen Grundsätzen und der Entwicklung der Beziehung zwischen Mensch und Nutztier, wobei wirtschaftliche, politische und moralische Hintergründe der Fleischerzeugung in Österreich am Beispiel des Schweines aufgeklärt werden. Diese Themenbereiche finden vor allem in der Tiergeographie und in Geographien des Konsums Beachtung. Im empirischen Teil dieser Arbeit wurden anhand problemzentrierter Gruppendiskussionen das Kaufverhalten und moralische Vorstellungen von KonsumentInnen erforscht. Zusätzlich wurden Experten-Interviews aus Produktion und Tierschutz geführt, um die aktuelle Situation des Schweinefleischmarktes in Österreich darzustellen. Es wurde eruiert, dass zumindest die ländliche Bevölkerung vermehrt Fleisch aus kleineren, regionalen Betrieben bevorzugt und Fleisch aus industriellen Großbetrieben eher vermieden wird, wobei die Tatsache, dass für den alltäglichen Genuss von Fleisch Tiere geschlachtet werden, meist bewusst aus Gewissensgründen ausgeblendet wird. Fehlender Bezug zu dem Tier stellt also die Grundvoraussetzung für unbedarften Fleischkonsum dar. Auf Seiten der ProduzentInnen herrscht ein pragmatischerer Umgang mit moralischen Aspekten, da hier der tägliche Umgang mit dem Tod gegeben ist, ein zu naher Bezug wird jedoch auch hier vermieden. Ein erhöhtes Bewusstsein der KonsumentInnen wird neben dem Setzen politischer Maßnahmen jedoch als wesentlich für den Erhalt der Viehwirtschaft Österreichs empfunden, die durch global immer mächtiger werdende Großkonzerne verdrängt zu werden droht.

Zusammenfassung (Englisch)

In todays consumer society people are increasingly buying unconsciously. However, inconsiderate buying decisions harm local, small structured farmers and companies. Thoughtless food shopping in particular brings up moral questions about animal products because food seems to lose its value and the life of animals gets more and more materialized in livestock farming. The following thesis examines ethical principles and the evolution of the relationship between animals and humans, as well as economic, political and moral backgrounds of livestock farming. In addition, the production of meat in Austria will be explained with the example of piggery. These topics are relevant for fields of animal geography and geographies of consumption. In the empirical part of the thesis consumption behaviours and ethical requirements of consumers are explored by problem focussed group discussions. Additionally, experts in production and animal protection were interviewed with a guideline to illustrate the situation of the market of pork in Austria. The findings from the research show that people from rural areas mostly prefer to buy its meat from smaller, regional companies and tend to avoid meat from large industrial corporations. The fact that animals are slaughtered for a daily consumption of meat is often being ignored because of a consequent bad conscience. Thus, the missing personal connection to the animal is a main reason for inconsiderate consumption. The producers view on ethical aspects is rather pragmatic because of the daily contact with the slaughter of animals. Therefore, an increase of the consumers awareness as well as political measurements are essential to maintain the livestock farming in Austria, since it is threatened to be pushed away by powerful global enterprises.