Bibliographic Metadata

Title
Aktuelle Reform der europäischen Regulierung zur Abschlussprüfung : der Entstehungsprozess als Folge der Finanzkrise im Jahr 2008 im Hinblick auf die Erwartungslücke und eine kritische Betrachtung von ausgewählten Themen der neuen Regulierung / Sabine Carmen Luttenberger
AuthorLuttenberger, Sabine Carmen
CensorEwert, Ralf
Published2015
DescriptionV, 80 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; graph. Darst.
Institutional NoteGraz, Univ., Masterarb., 2015
Annotation
Zsfassungen in engl. und dt. Sprache
LanguageGerman
Document typeMaster Thesis
Keywords (GND)Jahresabschlussprüfung / Jahresabschlussprüfung / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-88965 Persistent Identifier (URN)
Restriction-Information
 The work is publicly available
Files
Aktuelle Reform der europäischen Regulierung zur Abschlussprüfung [1.49 mb]
Links
Reference
Classification
Abstract (German)

Die Finanzkrise zog eine Menge Reformen mit sich. Viele Parteien wurden der Beteiligung an ihrem Entstehen beschuldigt, die Branche der AbschlussprüferInnen miteingeschlossen. Dies folgte dem fälschlichen Verständnis der Öffentlichkeit, dass eine Abschlussprüfung zum Ziel habe, Bilanzmanipulationen und Fehler aufzudecken. Die Kommission veröffentlichte im Jahr 2010 aufgrund dessen ein Grünbuch zum Thema Abschlussprüfung, das den Rahmen der Abschlussprüfung hinterfragen sollte. Im Anschluss erhielt die Kommission innerhalb einer Konsultation nahezu 700 Antworten. Nach einer langen Zeit der Diskussionen und Verhandlungen verabschiedete die EU im Jahr 2014 eine Richtlinie für Abschlussprüfungen und eine Verordnung speziell für Prüfungen von Unternehmen von öffentlichem Interesse. Ziele sind vor allem die Stärkung der Unabhängigkeit und Aufsicht. Die Umsetzung der Rechtsakte innerhalb der Mitgliedstaaten ist, ausgenommen der verpflichtenden Regelungen, noch nicht absehbar. Diese Masterarbeit zeigt nach einer kurzen Charakterisierung der Abschlussprüfung und Vorstellung von weiteren Prüfeinrichtungen den Entstehungsprozess der Rechtsakte. Im Speziellen wird auf die Erwartungslücke eingegangen, die zwischen der Öffentlichkeit und dem Berufsstand besteht. Prüfinhalte und -ziele sind dem Großteil der BilanzadressatInnen noch immer unklar, weswegen der Abschlussprüfung unzutreffende Aufgaben zugeschrieben werden. Demnach werden in dieser Arbeit Möglichkeiten erarbeitet, um diese Erwartungslücke zu reduzieren. Im Anschluss werden wesentliche Neuregelungen erläutert und kritisch mit empirischen Studien in der Vergangenheit betrachtet. Abschließend wurden vier qualitative Interviews geführt, um die Meinungen und Sichtweisen von WirtschaftsprüferInnen zu den neuen Regelungen zu zeigen. Es zeigt sich, dass Vergleichbarkeit geschätzt, aber der Inhalt der Regelungen teilweise als nicht zielsicher genug erachtet wird, um die intendierte Steigerung der Prüfungsqualität zu erreichen.

Abstract (English)

The financial crisis caused numerous reforms. Many parties were accused of their contribution to the emergence of the financial crisis including the audit branch as a result of the deficient understanding of the public that auditors provide almost absolute assurance of fraud and error detection. For that reason, the European Commission published a Green Paper in 2010, questioning the existing framework of auditing. Within the following consultation, almost 700 responses were received. After a long time of discussions and negotiations, the European Union passed a directive for statutory audit and regulation for stricter requirements for auditing public-interest entities. Key measures are the strengthening of independence of auditors and improvement of the audit supervision. The implementation of the new law is, except of the regulations rules, not predictable. At the beginning, this master thesis demonstrates the theoretical characterization of statutory auditing and further institutions, which contribute to enhance the reliability of financial statement. Subsequently, the origination process of the laws, which starts with the financial crisis, is explained. Especially closing options for the expectation gap between the public and the accounting profession are pointed out in this context. The content of a statutory audit is clearly stated, but the publics perception about auditors responsibilities is still deficient. Furthermore, essential new rules of the regulation and directive are explained with a critical reflection of empirical evidences. In the empirical part, qualitative interviews with four auditors were conducted, seeking individual views concerning the regulation. The results show that there is agreement in terms of the comparability, but some of the new rules are possibly not as efficient as they should be to increase the audit quality.