Titelaufnahme

Titel
Atmen : kulturelle Dominanz, Interferenz und Normen im Theaterübersetzen zwischen Englisch, Hochdeutsch und Österreichisch ; eine Analyse kulturspezifischer Elemente eines Spielstücks / vorgelegt von Giulia Di Pietro
Verfasser/ VerfasserinDi Pietro, Giulia
Begutachter / BegutachterinMonzó-Nebot, Esther
Erschienen2015
Umfang170 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2015
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Macmillan, Duncan <Lungs> / Übersetzung / Deutsch / Standardsprache / Österreichisches Deutsch / Macmillan, Duncan <Lungs> / Übersetzung / Deutsch / Standardsprache / Österreichisches Deutsch / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-88666 Persistent Identifier (URN)
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der Fokus dieser Studie lag auf der Untersuchung von Translation und Anpassung von Kulturspezifika in der Übersetzung eines englischen Spielstücks ins Deutsche und in der Adaptation der deutschen Übersetzung für die österreichische Bühne. Ziel der Analyse war es, anhand dieser Texte die Translationsnormen und Dynamiken des Polysystems des Theaterübersetzens in diesen Sprachen zu rekonstruieren. Da Englisch als internationale lingua franca gilt, wurde davon ausgegangen, dass diese Sprache nicht nur eine dominante Stellung im Polysystem gegenüber Deutsch und Österreichisch einnimmt, sondern sich diese Dominanz auch auf das Interferenzniveau zwischen den Sprachen und auf die Translationsnormen auswirkt. Zudem zeigte sich, dass auch andere Systeme eine Rolle im Übersetzungs- und Anpassungsprozess gespielt haben. Um diese Hypothesen zu überprüfen, wurden die Texte nach dem Modell von Franco Aixelá für die Übersetzung der Kulturspezifika und jenem von Bastin für die Analyse der Anpassungsstrategien verwendet. Zusätzlich wurden die Ergebnisse durch extratextuelle Informationen über das Stück und die damit verbundenen Kulturen erweitert. Es zeigte sich, dass sowohl Deutsch als auch Österreichisch weder innovativ noch konservativ gegenüber der Interferenz vom Englischen waren und dass Österreichisch offener für neue Modelle aus dem Englischen war als Deutsch. Weiters wurde herausgefunden, dass Österreichisch in Bezug auf die deutsche Übersetzung weniger offen war, wenn es um die Anpassung der deutschen Übersetzung an die eigene Kultur ging. Hier wurde in der österreichischen Übersetzung der direkte Kontakt mit dem Englischen bevorzugt. Daher wurde entweder direkt aus dem Englischen übersetzt oder der Ausgangstext als Vergleich verwendet, obwohl diese Tätigkeit als Anpassung des Deutschen beschrieben wurde. So konnte die Schlussfolgerung gezogen werden, dass Englisch eine dominante Stellung gegenüber den beiden Zielkulturen Deutsch und Österreichisch einnimmt.

Zusammenfassung (Englisch)

This study focused on the translation and adaptation of culture-specific items in the translation of a play from English to German and in the Austrian stage adaptation of the German translation. The analysis of the texts aims at using those as the basis for the reconstruction of translational norms and the dynamics of the Polysystem of drama translation in the aforementioned languages. It was hypothesized, that being an international lingua franca, English would have a dominant position in the Polysystem vis-à-vis German and Austrian and this dominance would have an impact on the level of interference between the languages, and on the translational norms as well. It was also suggested that other systems may have some significance in the processes of translation and adaptation. In order to test those hypotheses, the texts were analysed following Franco Aixelás model for the translation of culture-specific items and Bastins model for the analysis of adaptation strategies. Results were further compared with extra-textual information about the play and the surrounding cultures. Results showed that both German and Austrian were neither clearly innovative nor conservative when it came to accept interferences from English, but the analysis did make evident that Austrian was more open to taking in English models than German. Results also showed that Austrian was not open to the mediation of German when it came to adapting German translations to its own culture, favouring direct contact with the English text by translating directly from the original or using it as comparison, even when the task was described as an adaptation of the German text. The English dominance over the other two target cultures was concluded for the work under study.