Titelaufnahme

Titel
Die Sarkopenie ist ein Hochrisikofaktor für Frailty : Interventionen im Alter und deren Wirksamkeit / Eric Stoiser
Verfasser/ VerfasserinStoiser, Eric
Begutachter / BegutachterinKenner, Thomas
Erschienen2015
UmfangVII, 85 Bl. : Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Muskelatrophie / Gebrechlichkeit / Muskelatrophie / Gebrechlichkeit / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-88560 Persistent Identifier (URN)
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Die Sarkopenie ist ein Hochrisikofaktor für Frailty [2.34 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Prävalenz der Sarkopenie nimmt mit ansteigendem Alter deutlich zu und ist ein wesentlicher Einflussfaktor für Frailty. Diese Masterarbeit zeigt auf, dass diese Veränderungen ganz entscheidend nicht nur die Selbstständigkeitskompetenz eines Menschen beeinflussen, sondern ebenso dessen Lebensqualität insgesamt deutlich beeinträchtigen. Ziel dieser Arbeit ist es, die Ursachen für Sarkopenie und Frailty zu beschreiben, mögliche Diagnoseoptionen aufzuzeigen und darauf aufbauend, Maßnahmen der Prävention und Therapie darzustellen. Die Therapie- bzw. Präventionsmaßnahmen der Sarkopenie betreffend, gibt es aktuell sehr gute und praktisch umsetzbare Optionen (z. B. antioxydative sowie proteinreiche Ernährung, körperliches Training, elektrophysikalische Maßnahmen, Entzündungshemmung), weitere Möglichkeiten (Hormone etc.) stehen zur Verfügung, allerdings sind diese entweder sehr individuell einzusetzen bzw. mit einer nicht eindeutigen Evidenz oder signifikanten Nebenwirkungen verbunden. Dem Autor ist darüber hinaus die praktische Umsetzbarkeit im Alltag in Zusammenhang mit der Betreuung/Begleitung geriatrischer Patienten ein besonderes Anliegen. In der Masterarbeit wird u. a. gezeigt, dass für die alltägliche Arbeit mit geriatrischen Patienten ein sehr gut praktizierbarer Algorithmus vorhanden ist, der jedoch in der Praxis zu selten verwendet wird. Darüber hinaus werden weitere Anstrengungen vonnöten sein, um mehr und noch bessere bzw. individuellere Interventionen im Bereich der Sarkopenietherapie bzw. -prävention anbieten zu können. Die derzeitigen Möglichkeiten sind für eine sichere Diagnostik ausreichend, für eine Risikostratifizierung im Sinne einer vor dem Bestehen einer manifesten Sarkopenie sicheren Diagnose und Prognose v. a. als erhobener Biomarker aber derzeit noch unbefriedigend. Hier ist die Forschung im Bereich aussagekräftiger und für die Praxis sinnvoll nutzbarer Biomarker sehr gefordert.

Zusammenfassung (Englisch)

The prevalence of sarcopenia increases considerably with growing age and is one of the main factors for frailty. This master thesis shows that these changes do not only have a decisive influence on a persons autonomy but has also an overall negative impact on life quality. The aim of the thesis is to describe the reasons for sarcopenia and frailty, to highlight possible options for a diagnosis and subsequently to point out preventive measures and therapies. With regard to therapy and preventive measures for sarcopenia, there are very good and practicable options today such as antioxidative and high-protein diets, physical exercise, electro-physical measures or anti-inflammatory treatment. Other options (such as hormones) are also available, however, these are to be applied either individually and bear the risk of no clear evidence or significant side effects.The author would also like to point out the practictability in everyday care/assistance of geriatric patients. Among others this master thesis shows that a very practicable algorithm in the everyday work with geriatric patients does exist, which, however, is hardly ever used in practice. Furthermore effort will be necessary in order to offer more and better, respectively a more individual intervention in the field of sarcopenia therapy or prevention. Todays possibilities are sufficient for safe diagnosis, however, they are fairly inadequate for any risk stratification that might serve as a reliable bio-marker concerning a safe diagnosis and prognosis before the outbreak of a manifest sarcopenia. Thus, in the future more research will be required in this field in order to develop significant and useful bio-markers that can be applied in practice.