Titelaufnahme

Titel
Tugendethisches Lernen in der Grundschule : Herausforderungen und Chancen / Anita Ulz
Verfasser/ VerfasserinUlz, Anita
Begutachter / BegutachterinFeichtinger, Christian
Erschienen2015
Umfang118 Bl. : graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Grundschule / Tugendethik / Grundschule / Tugendethik / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-88488 Persistent Identifier (URN)
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Tugendethisches Lernen in der Grundschule [1.22 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Zielsetzung dieser Arbeit ist es, zu erforschen, inwiefern tugendethisches Lernen im Grundschulalter tragfähig für die ethische Entwicklung von Kindern sein kann. Die kritische Auseinandersetzung mit Freiheit und Macht stellt die Voraussetzung für tugendethisches Handeln dar, weil das Subjekt inmitten seines sozialen Kontextes gestärkt werden soll. Tugendethik kann eine Antwort auf den Wertewandel sein, weil sie die Pole der ‚Verletzlichkeit menschlicher Existenz‘ wie das Ziel ‚des guten Lebens‘ wahrnimmt und anerkennt und damit dem ‚ganzen Menschen‘ die Möglichkeit eröffnet, sich für die Richtung ‚zum Guten hin‘ zu entscheiden. Dies kann gelingen, wenn sich bereits Kinder im Grundschulalter mit Tugenden auseinandersetzen. Das Tugendprojekt (Virtues Project) von Linda Kavelin Popov ist ein entscheidendes Tool für tugendethisches Lernen, dessen Menschenbild und Herangehensweisen auch kritisch beleuchtet werden. Elemente dieses Tugendprojektes wurden an einer Grundschule praktisch umgesetzt. Die schulpraktische Arbeit verdeutlicht, wie tugendethisches Lernen situationsbezogen angewendet werden kann. Tugendethisches Lernen stellt einen interpersonalen und sozialen Prozess dar, der von handelnden Lehrenden ständig reflektiert werden muss. Entgegen dem kapitalistischen Kalkül der Selbstoptimierung des Menschen will die tugendethische Pädagogik, das Kind zu einem freien, autonomen und selbstbestimmten Menschen erziehen, der sich seiner Verantwortung für sich und andere bewusst ist und in dieser Freiheit verantwortlich handelt.

Zusammenfassung (Englisch)

The aim of this paper is to research the extent to which categorical virtue reasoning - Virtue Ethics - influences ethical development of children. Critically approaching concepts such as freedom or power is required for acting according to Virtue Ethics because the individual has to be supported in his social context. Virtue Ethics may be an answer to pluralism of values because it considers both extremes the “vulnerability of human existence” and the goal of “the good life.” Thus a person can decide for “the good.” Children may succeed in these endeavours by being exposed to this concept at an early age.The Virtues Project, by Linda Kavelin Popov, is a decisive tool for virtual reasoning, and in this paper her conception of the human being and this particular approach will be critically examined. Elements of this Virtues Project were practical implemented in an elementary school. The school practical paper clarifies, how categorical virtues reasoning can be used situation-related. Categorical virtues reasoning is an interpersonal and social process which must be constantly reflected upon. As opposed to the self-optimalisation of man, categorical virtues reasoning aims at educating children as free, autonomous and self-directed individuals who are aware of their responsibility for themselves and others and who can act responsibly within this range of freedom.