Titelaufnahme

Titel
Freie Kirchen - freie Körper? : der Körper als Ressource von Zugehörigkeits- und Grenzziehungsprozessen in zwei österreichischen Freikirchengemeinden / eingereicht von Christian Feichtinger
Verfasser/ VerfasserinFeichtinger, Christian
Begutachter / BegutachterinHeimerl, Theresia ; Remele, Kurt
Erschienen2015
Umfang353 S.
HochschulschriftGraz, Univ., Diss., 2015
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Adventisten / Baptisten / Leiblichkeit / Theologische Anthropologie / Freikirche / Theologische Anthropologie / Leiblichkeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-88326 Persistent Identifier (URN)
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Bedeut. des Körpers als Medium für relig. Symbolsysteme bezieht sich nicht nur auf unmittelbar relig. Vollzüge wie Gottesdienste, Rituale oder Gebete, sondern ist bis hin in den Alltag hinein prägend. Da es nach Troeltsch gerade die Alltagspraxis ist, die eine spezifische Identität in den Traditionen der protest. Denominationen hervorbringt, wurden in der vorliegenden explorativen Studie als konkretes Untersuchungsfeld für diese Bedeutungsdimension des Körpers eine Baptistengemeinde und eine Gemeinde der Siebenten-Tags Adventisten, gewählt, wobei hier die Mittel der Qual. Sozialforschung zur Anwendung kamen. Es wird nicht von Konzept einer stabilen, adventistischen bzw. baptistischen ‚Identität‘ ausgegangen, sondern vom Prozess der Grenzziehung bzw. Zugehörigkeit im Sinne der boundary work theory.Forschungsfragen: Welche Bedeutung haben das Verständnis des Körpers und der Umgang mit ihm als symbolische und prakt. Ressource in Zugehörigkeits- und Grenzziehungsprozessen von Mitgliedern in Fk.gemeinden? Welchen Beitrag leistet Körperlichkeit als in den Alltag hineinreichende Dimension des Religiösen für das Selbstverständnis, einer bestimmten Denomination anzugehören? Welche Abgrenzungen zu anderen Denominationen werden dabei vorgenommen? Durch qual. Leitfadeninterviews und teiln. Beobachtung sowie Literaturanalyse werden d. Fragen erarbeitet und beantwortet.Die Forschungsfrage ist dabei eingebettet in die Frage nach dem generellen Selbstverständnis als Angehöriger der beiden Gemeinden, da die Fragen zum Körper in einen breiteren Sinnhorizont eingeordnet werden müssen.Dann werden wichtige Aspekte von Körperlichkeit im Hinblick auf Selbstverständnis, Zugehörigkeit zur eigenen Gruppe und Abgrenzung zu anderen Gruppen erforscht. Die Studie liefert so einen Einblick in das in Österr. kaum erforschte Feld fk. Gemeinden und zeigt die Bedeutung des Körpers als Faktor alltagspraktischer Religiosität wie auch in soz. Zugehörigkeits- und Grenzziehungsprozessen auf.

Zusammenfassung (Englisch)

The relevance of the body as a medium of religious symbol systems goes beyond well defined religious acts like ritual, service, or prayer into the sphere of everyday life. As, according to Troeltsch, everyday life practice is a key figure in the construction of identity in protestant denominations, this explorative study uses the methods of empirical social research to analyse a parish of the Baptists and one of the Seventh-day Adventists, concerning the relevance of the body for their construction of identity. Following Brubaker/Cooper, the study does not use the concept of a fixed and stable definition of ‘Adventist or ‘Baptist identity, but uses the concept of processes of belonging and boundary making (Dahinden).The following research questions were formulated: What relevance does the body have as a symbolic and practical resource of processes of belonging and boundary making for members of Free Church parishes? What does corporeality, as an everyday life aspect of religion, contribute to self-understanding and identity processes? Which boundaries to other denominations are constructed using body-related markers? Using the methods of qualitative interview, empirical observation, and the study of literature, these questions are analysed.The specific questions concerning the body are embedded in the analysis of the general self-understanding of members in both parishes, as the understanding of the body has to be related to a broader horizon of self-understanding.Important aspects of corporeality are explored in their meaning for self-understanding, sense of belonging to in-groups and boundary making to out-groups. Thus it shows that the simple concept of a stable confessional identity is insufficient to describe the actual self-understanding of church members.The study offers an empirical insight in the hardly explored field of Free Church communities in Austria and highlights the importance of the body as an influential element of everyday life religiosity