Titelaufnahme

Titel
Staatliche organisierte "Zwangsprostitution" während des Zweiten Weltkrieges im "Dritten Reich" und in den japanischen Besatzungsgebieten / vorgelegt von Maritta Gösseringer
Verfasser/ VerfasserinGösseringer, Maritta
Begutachter / BegutachterinSchmidlechner-Lienhart, Karin Maria
Erschienen2015
Umfang108 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2015
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Drittes Reich / Zwangsprostitution / Japan / Besatzung <Militär> / Ostasien / Zwangsprostitution / Geschichte 1937-1945 / Drittes Reich / Zwangsprostitution / Online-Ressource / Japan / Besatzung <Militär> / Ostasien / Zwangsprostitution / Geschichte 1937-1945 / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-87946 Persistent Identifier (URN)
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Staatliche organisierte "Zwangsprostitution" während des Zweiten Weltkrieges im "Dritten Reich" und in den japanischen Besatzungsgebieten [1.19 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Vorliegende Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Forschungsfrage, worin sich die staatlich- organisierten Comfort Stations der japanischen Besatzungsgebiete von den Wehrmachts- und KZ-Bordellen des „Dritten Reiches“ ähneln und unterscheiden. Der Fokus liegt hierbei einer-seits auf der organisatorischen Struktur der jeweiligen Bordelle und andererseits auf dem Schicksal der Mädchen und Frauen vor, während und nach ihrer Zeit als „Zwangsprostituier-te“ bzw. Sexsklavinnen. Auf Basis eines Forschungsüberblicks und damit in Verbindung ste-hende Grundtermini sowie einer umfassende theoretisch-methodischen Auseinandersetzung mit dem geschichtlichen Werdegang der Frauen- und Geschlechterforschung der westlichen Welt sowie Japans, welche ebenso die zentralen Forschungsmethoden der Oral History sowie der japanischen Eigengeschichten (jibunshi), auf denen der Großteil der für die vorliegende Diplomarbeit herangezogene Sekundärliteratur gründet, inkludiert, kommt es zu einem histo-rischen Vergleich aller drei Erscheinungsformen anhand von sechs Großkategorien. Hierzu zählen der organisatorisch-rechtliche Hintergrund, die geografische Verbreitung der jeweiligen Bordelle, die Herkunft und Beschaffung der Frauen, das Leben der Frauen als „Zwangs-prostituierte“ bzw. Sexsklavinnen sowie deren weiteres Schicksal und rechtliche Anerkennung als Opfer. Anhand der gewonnenen Ergebnisse kann die aufgestellte Hypothese, dass es, global betrachtet, zwischen den einzelnen Formen der staatlich organisierten „Zwangsprosti-tution“ wenige Differenzen gibt und die Frauen und Mädchen allesamt unter ähnlichen Rekru-tierungs- Lebens-, Schicksals- und Opferbedingungen zu leiden haben, bestätigt werden. In der Tat handelt es sich bei staatlich organisierter Sexsklaverei um ein globales Phänomen mit mannigfaltigen Gemeinsamkeiten, das sich lediglich in seiner unterschiedlichen Namensge-bung und durch geografische und milieutechnische Differenzen voneinander unterscheidet.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis deals with the question in how far the state-run organized Comfort Stations located in the Japanese occupied territories are similar to or different from the Wehrmacht and con-centration camp brothels of the Third Reich. The focus lies, on the one hand, on the organiza-tional structures of the different types of brothels and, on the other hand, on the destiny of the women and girls before, during and after their work in forced prostitution and sex slavery. Based on the state of the art and a theoretically and methodically grounded analysis of the history of womens issues and gender studies in the Western World and Japan, including re-search of Oral History and a form of personal story-telling in Japan (jibunshi), on which most of the secondary literature dealt with in this thesis is based on, the three types of brothels are compared within the historical context and on the basis of five categories. These categories include the organizational and legal background, the geographical spread of the different brothels, the origin and the obtaining of the women, the life and work in forced prostitution and sex slavery and the womens lives afterwards as well as their recognition as a victim. Based on the outcome the hypothesis can be advanced that on a global scale there are hardly any differences between the various forms of state-run forced prostitution. Furthermore, there are similarities in how the women and girls are recruited, how they lead their lives and how they suffer during and afterwards. Indeed, state-run sexual slavery is a global phenomenon that shares many similarities but differs in names, geographical circumstances and milieu.