Titelaufnahme

Titel
Die Entwicklung der slowenischen Minderheit in Kärnten seit dem 2. Weltkrieg / vorgelegt von Nadine Pajenk
Weitere Titel
Die Entwicklung der slowenische Minderheit in Kärnten seit dem zweiten Weltkrieg
Verfasser/ VerfasserinPajenk, Nadine
Begutachter / BegutachterinSchmidlechner-Lienhart, Karin Maria
Erschienen2015
Umfang114 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2015
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Kärntner / Slowenen / Geschichte 1945-2014 / Kärntner / Slowenen / Geschichte 1945-2014 / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-87882 Persistent Identifier (URN)
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Die Entwicklung der slowenischen Minderheit in Kärnten seit dem 2. Weltkrieg [1.26 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Bedingt dadurch, dass in Kärnten schon lange Zeit zwei Volksgruppen nebeneinander leben, sind Konflikte vorprogrammiert, die auch Gegenstand der vorliegenden Arbeit sind. Hierbei steht vor allem die Kontroverse bezüglich der slowenischen Sprache im Fokus, die sich unter anderem im bilingualen Bildungswesen oder im Streit um die zweisprachigen Ortstafeln zeigt. Da auch die Mehrheitsbevölkerung in der Zweisprachigkeit der Kärntner Slowenen und Sloweninnen vielfach eine Bedrohung sieht, wird auch in der Politik häufig eine antislowenische Linie verfolgt. Vor allem im Bereich der Bildung wird diese Gangart deutlich, man versuchte lange Zeit den slowenischen Unterricht aus der Schule zu entfernen oder eine strikte Trennung von den slowenischsprachigen und deutschsprachigen Schülern und Schülerinnen durchzuführen. Des Weiteren haben in der Politik die autonomen slowenischen Vertreter und Vertreterinnen nur wenig Einfluss, wodurch die Diskriminierung der slowenischen Minderheit auch leicht durchgesetzt werden kann. Anhand von Fragestellungen soll in diesem Kontext ferner analysiert werden, wie sich die Diffamierungsstrategien auf die Kärntner Slowenen und Sloweninnen bzw. ihren Stand in der Gesellschaft auswirken.Letztendlich kann festgehalten werden, dass die slowenische Minorität keinen leichten Stand in Kärnten hat. Durch die demokratische Staatsform, wo das Mehrheitsprinzip gilt, muss sie sich den Wünschen bzw. Verordnungen der Mehrheitsbevölkerung beugen. Analoge Bedingungen existieren daher nicht. Eine erfreuliche Gangart kann jedoch auch festgehalten werden, im kulturellen Bereich wird seit Jahren gemeinsam gearbeitet. Die slowenische Kultur mit ihren Besonderheiten konnte sich im Land festigen. Dies trägt auch zur Stärkung der Volksgruppe bei. Dennoch muss als Tatsache festgehalten werden, dass sich die Kärntner Slowenen und Sloweninnen in den letzten Jahrzehnten hochgradig minimiert haben. Ob diese Tendenz fortschreitet, bleibt abzuwarten.

Zusammenfassung (Englisch)

The fact that two ethnic groups living in Carinthia for a long time side by side, conflicts are inevitable, which are also the subject of this study. This is especially the controversy regarding the Slovenian language in focus, showing, among other things in bilingual education or in the dispute over bilingual place-name signs. As well as the majority population in the bilingualism of the Carinthian Slovenes often sees a threat, is often pursued an anti-Slovenian line in politics. Especially in the field of education this pace is clearly an attempt for a long time to remove the Slovenian lessons from school or carry out a strict separation of the Slovene-speaking and German-speaking pupils. Furthermore, the autonomous Slovenian representatives have in politics have little impact, whereby the discrimination of the Slovene minority can also be easily enforced. On the basis of issues to be analyzed in this context also, like the defamation strategies affect the Carinthian Slovenes and their status in society.Ultimately, it can be stated that the Slovenian minority has a tough time in Carinthia. Through the democratic form of government, where the majority principle applies, they must bow to the wishes and regulations of the majority population. Therefore, analogous conditions do not exist. However, a satisfactory development can also be noted. In the field of culture minority and majority are working together. Here the Slovene minority has established itself with its peculiarities, which also contributes to the strengthening of the ethnic group. Nevertheless, it must be stated as a fact that the Carinthian Slovenes have highly minimized in recent decades. Whether this trend continues, remains to be seen.