Titelaufnahme

Titel
Genderspezifische Migration aus Ex-Jugoslawien Ende des 20. Jahrhunderts / vorgelegt von Margit Novak
Verfasser/ VerfasserinNovak, Margit
Begutachter / BegutachterinSchmidlechner-Lienhart, Karin Maria
Erschienen2015
Umfang147 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2015
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Bosnien-Herzegowina / Kosovo / Migration / Österreich / Bosnien-Herzegowina / Kosovo / Migration / Österreich / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-87301 Persistent Identifier (URN)
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Genderspezifische Migration aus Ex-Jugoslawien Ende des 20. Jahrhunderts [1.31 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit Migrations- und Fluchtbewegungen aus zwei bestimmten Ländern Ex-Jugoslawiens, nämlich Bosnien-Herzegowina und Kosovo. Es geht dabei explizit um die zweite Generation der Migrantinnen, ihren Migrations- bzw. Fluchtprozess, aber auch um ihren Integrationsprozess in Österreich, welcher von sogenannten integrationsfördernden und -hemmenden Faktoren beeinflusst wird. Als These wird in dieser Arbeit angenommen, dass eine vollständige bzw. totale Assimilation und Leugnung/Verdrängung der eigenen Wurzeln für eine gelungene Integration der zweiten Generation der Migrantinnen nicht notwendig sind. Im theoretischen Teil, welcher dem empirischen vorausgeht, werden zuerst die Begriffe Migration, Assimilation und Integration näher betrachtet. Auch die Rahmenbedingungen von Flucht und Migration, die Arten der Migration und die Integrationsbedingungen für die zweite Generation werden thematisiert. Die Basis des empirischen Teils stellen die geführten Interviews mit den Migrantinnen der zweiten Generation dar. Diese Interviews sind grundsätzlich der qualitativen Sozialforschung zuzurechnen. Die Verwendung einer Mischform aus narrativem Interview und Leitthemeninterview hat sich in diesem Fall als sinnvoll herausgestellt. Nach der Analyse der Interviews hat sich gezeigt, dass die Migrationsprozesse definitiv wesentliche Einschnitte im Leben der Migrantinnen darstellen. Die Aufnahme und Integration der Migrantinnen in die Zuwanderungsgesellschaft hängt stark von Faktoren, wie z.B. den rechtlichen Rahmenbedingungen, dem Spracherwerb, der Arbeitssituation sowie von der Integrationsbereitschaft der Einwanderungsgesellschaft, aber auch jener der MigrantInnen ab. Ein gewisses Maß an Heimatbezogenheit beeinflusst den Integrationsprozess nicht negativ. Die Interviewpartnerinnen sind nicht auf allen Ebenen total assimiliert, jedoch können sie auf Basis etwaiger Definitionen, welche in der Arbeit vorgestellt werden, als vollkommen integriert bezeichnet werden.

Zusammenfassung (Englisch)

The diploma thesis discusses the migration and escape movements from two certain countries of former Yugoslavia, namely Bosnia-Herzegovina and Kosovo. It addresses explicitly the second generation of female migrants, their migration and escape process. Additionally their integration process in Austria is discussed, which is influenced by integration support and obstacles in the integration process. The thesis assumes that a complete respectively thorough assimilation and denial/suppression of their own roots is unnecessary for a successful integration of the second generation of female migrants. In the theoretical part, which precedes the empirical part, the terms migration, assimilation and integration are further observed. Moreover the issue of the framework conditions of escape and migration, the forms of migration and the conditions of integration for the second generation are broached. The basis of the empirical part are interviews conducted with the female migrants of the second generation. These interviews are basically attributed to the qualitative social research. The usage of a mixed form between a narrative interview and a main theme interview has established itself as useful. The analysis of the interviews shows, that the migration processes definitely depict a significant cut or turning point in the lives of the female migrants. The admission and integration of migrants to the immigration society depends on factors such as legal parameters, language learning and acquisition, the work situation as well as the immigration societys willingness to integrate, but also the willingness of the migrants. A certain amount of care for the homeland does not influence the integration process in a negative way. The interview partners are not assimilated on all levels. However, they can certainly be called completely integrated on the basis of the agreed definitions, which are further introduced in this diploma thesis.