Titelaufnahme

Titel
Helden- und Heldinnenbriefe aus dem Hause Habsburg : Anton Kiffers Epistolae Heroum et Heroidum als Beispiel der Heroides-Rezeption im Jesuitenorden / vorgelegt von Tamara Mörschbacher
Verfasser/ VerfasserinMörschbacher, Tamara
Begutachter / BegutachterinFladerer, Ludwig
Erschienen2015
Umfang145 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2015
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Jesuitenkolleg Graz / Heroide / Spanischer Erbfolgekrieg <Motiv> / Geschichte 1705 / Jesuitenkolleg Graz / Heroide / Spanischer Erbfolgekrieg <Motiv> / Geschichte 1705 / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-87216 Persistent Identifier (URN)
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Helden- und Heldinnenbriefe aus dem Hause Habsburg [1.14 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit einer 1705 in Graz gedruckten Promotionsschrift des Jesuiten Anton Kiffer, der Mitglieder des Hauses Habsburg und seine Verbündeten zehn Heldenbriefe nach dem Vorbild der Heroides Ovids schreiben lässt, in denen wichtige militärische Erfolge des Jahres 1704 (Spanischer Erbfolgekrieg) thematisiert und damit das Haus Habsburg bzw. einzelne Mitglieder gelobt und verherrlicht werden. In einem ersten Teil wird der theoretische Rahmen zum Verständnis des Textes abgesteckt. Ausgehend von Ovid, dem Begründer der Gattung des heroischen Briefes, wird die Rezeptionsgeschichte seines Werkes durch die Jesuitendichter der Frühen Neuzeit nach dem aktuellen Stand der Forschung kurz zusammengefasst. Im Interesse der Forschung lagen bisher vor allem die sogenannten Heroides Sacrae mit Heiligen oder Märtyrern als Verfasser oder Empfänger, weitgehend unbeachtet ist aber jene Form der heroischen Briefdichtung, in der zeitgenössische Schreiber zu Wort kommen und aktuelle politische Ereignisse thematisiert werden, wozu auch die Epistolae Heroum et Heroidum gehören. Es wird auch ein Überblick über die Tätigkeit der Jesuiten in Graz und die Promotionsfeierlichkeiten an einer Jesuitenuniversität sowie die Ereignisse des Spanischen Erbfolgekrieges im Jahr 1704 gegeben. Der zweite Teil der Arbeit widmet sich der Briefsammlung selbst. Es wird untersucht, auf welche Weise der Autor das antike Vorbild nutzt und auf die aktuellen Schreiber und Ereignisse überträgt bzw. auf welche Art das Herrscherhaus gelobt und verherrlicht wird. Die Ergebnisse werden abschließend zusammengefasst. Außerdem finden sich im Anhang der Arbeit der vollständige Text der Epistolae Heroum et Heroidum (basierend auf dem Druckexemplar in der UB Graz) sowie eine deutsche Übersetzung des Werkes.

Zusammenfassung (Englisch)

This paper deals with a Neo-Latin text, printed for a university graduation in 1705 in Graz, in which the author, Jesuit Anton Kiffer, lets members of the House of Habsburg and their allies write ten heroic epistles about the military victories of Austria during the War of the Spanish Succession in 1704, using Ovids Heroides as an example and glorifying the Habsburg family. The first part of the paper gives the theoretical background for understanding the text, starting with Ovid, the inventor of the genre, and including a summary of the research done so far on the reception of the Heroides by poets of the Society of Jesus. Up to now, scholars focused on the so called Heroides Sacrae with saints and martyrs as writers or addressees but mostly left aside letters with contemporary people as authors, who write about current events. Furthermore, an overview is given of the Jesuit University in Graz and the graduation ceremonies as well as the events of the War of the Spanish Succession. The second part of the paper focuses on the Epistolae Heroum et Heroidum themselves, analysing in what way the author used Ovids Heroides and transferred them to the new context of current events and how the House of Habsburg is glorified. The results are finally summarised in the last chapter. In addition, the appendix of the paper contains the full Latin text of the Epistolae Heroum et Heroidum as well as a German translation of the letters.