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Titel
Schlecht verkauft? : Die Krisen-PR von Amazon.com nach dem Leiharbeiter-Skandal und deren Wahrnehmung / vorgelegt von Kristina Kurzweil
Verfasser/ VerfasserinKurzweil, Kristina
Begutachter / BegutachterinPrisching, Manfred Univ.-Prof.
Erschienen2014
Umfang211 Bl.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Unternehmenskrise / Kommunikation / Öffentlichkeitsarbeit / Unternehmenskrise / Kommunikation / Öffentlichkeitsarbeit / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-87107 Persistent Identifier (URN)
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Schlecht verkauft? [3 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die heutige Zeit ist geprägt von einer gesellschaftlichen Intensivierung von Risiken und Krisen, weshalb PR-Experten prognostizieren, dass die Krisen-PR zukünftig zu den wichtigsten Aufgaben von Unternehmen und Organisationen zählen wird. Trotzdem scheinen in der Praxis viele Unternehmen der Krisenkommunikation zu wenig Beachtung zu schenken, wodurch auch immer wieder große, renommierte Unternehmen durch mangelhafte Krisen-PR auffallen. Der Fokus dieser Arbeit liegt auf der Krisenkommunikation von Amazon.de nach dem Leiharbeiter-Skandal im Februar 2013. Wie ging Amazon bei der Krisen-PR vor? Wie beeinflussten die Medien die Krise, den Krisenverlauf und die Wahrnehmung der Öffentlichkeit? Welche Auswirkungen hatte die Krise? In der empirischen Studie wurden diese Fragestellungen sowohl mit einer Analyse der Krisen-PR als auch mit qualitativen Interviews untersucht. Zuerst wurde eine objektive Analyse der Krisenkommunikation anhand von Recherche und Rekonstruktion von Medienberichten durchgeführt; anschließend wurden Experten auf dem Gebiet der Krisen-PR zu diesem Thema befragt. Die Ergebnisse der empirischen Studie ergaben, dass Amazon eine reaktive Kommunikationsstrategie angewandt hat und vor allem durch langsames Reagieren gegen gängige Krisen-PR Regeln verstoßen hat. Es wurde außerdem festgestellt, dass der Medieneinfluss auf die Krise als sehr hoch eingeschätzt wird, da sie durch klassische Medien ausgelöst und durch „neue“ Medien verstärkt wurde. In Bezug auf die Auswirkungen konnte festgehalten werden, dass sich der Skandal weder im materiellen noch im immateriellen Bereich nachhaltig negativ manifestierte.

Zusammenfassung (Englisch)

Today's world is characterised by a social intensification of risks and crises, which is why PR experts predict that crisis communication will be among the most important challenges of companies and organisations in the future. Nevertheless, in practice many companies seem to pay too little attention to crisis communication. Lacking crisis communication is also the reason why even large, established companies attract more and more negative attention. This paper focuses on the crisis communication of Amazon.de after the “foreign worker scandal” in February 2013. What was Amazons approach in terms of crisis communication? How did the media influence the crisis, its development and the perception of the public? What was the impact of the crisis? This empirical study examines these questions by means of an analysis of crisis communication as well as qualitative interviews. First, an objective analysis of crisis communication based on research and reconstruction of media reports was conducted. Next, experts in the field of crisis communication were interviewed on this topic. The results of the empirical study show that Amazon applied a reactive communications strategy. Especially by slowly reacting to the scandal, the company offended against the common rules of crisis communication. Furthermore, the results indicate that the influence of the media on the crisis is considered to be very high as the crisis was sparked by traditional media and intensified by “new” media. Concerning the consequences of the scandal it can be noted that the crisis neither had a long-lasting negative impact on the material nor the immaterial sector.