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Title
Erbschaftssteuer : unterschätztes Mittel zur Regulierung der Vermögensverteilung / Michael Liebminger
AuthorLiebminger, Michael
CensorLager, Christian
Published2015
DescriptionV, 60 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; graph. Darst.
Institutional NoteGraz, Univ., Masterarb., 2015
Annotation
Zsfasungen in dt. und engl. Sprache
LanguageGerman
Document typeMaster Thesis
Keywords (GND)Österreich / Erbschaftsteuer / Vermögensverteilung / Österreich / Erbschaftsteuer / Vermögensverteilung / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-86888 Persistent Identifier (URN)
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Erbschaftssteuer [2.71 mb]
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Abstract (German)

Aktuelle empirische Studien weisen auf eine stetig zunehmende Vermögenskonzentration in Europa und im Speziellen in Österreich hin. Diese Zunahme ist verbunden mit negativen Effekten, so wird Rent Seeking begünstigt und die aggregierte Nachfrage nimmt ab. Darunter leiden die Arbeitsmoral und die soziale Stabilität. Die Freiheit, die ein großes Vermögen verschafft, wird genutzt, um den persönlichen Vorteil zu vergrößern. Die vorliegende Arbeit stellt sich der Frage, ob eine Vermögenstransferbesteuerung und im Speziellen: eine Erbschaftssteuer dafür geeignet sind, diesen Tendenzen entgegenzuwirken. Darüber hinaus wird untersucht, ob aktuelle Steuersimulationen auf Basis einer Erhebung der europäische Zentralbank, dem Household Finance and Consumption Survey (HFCS), das Steueraufkommen systematisch unterschätzen. Es zeigt sich, dass die Erbschaftsbesteuerung im Vergleich zu anderen Steuern sinnvoll sein kann. Vor allem die Tatsache, dass die Einkommensbesteuerung einen ineffizient hohen Level erreicht hat und sie eine geringe verzerrende Wirkung aufweist, sprechen für ihre Einführung. Des Weiteren wird verdeutlicht, dass im HFCS-Datensatz das Vermögen der wohlhabendsten Haushalte, aufgrund von Falschangaben, systematisch unterschätzt wird. Schätzt man den oberen Rand der Verteilung mittels einer Paretoverteilung neu, ergeben sich beachtliche Unterschiede. So kann in einem einfachen Steuermodell eine Differenz von 32% bis 118 % zwischen einer Simulation mit dem originalen Datensatz und dem erweiterten Datensatz nachgewiesen werden.

Abstract (English)

Recent empirical studies indicate an increasingly growing wealth concentration in Europe, particularly in Austria. This increase is associated with adverse effects, such as rent seeking and a loss in aggregate demand, which can lead to a decline in work motivation and a destabilisation of society. The extraordinary freedom that comes with a large fortune is used to widen personal benefits even further. This paper is concerned with the question of whether or not these tendencies could be minimized via inheritance taxation. In addition, it investigates the possibility that current revenue estimates based on a survey by the European Central Bank, the Household Finance and Consumption Survey (HFCS), are underestimated. It becomes apparent that inheritance taxes could prove to be quite useful compared to other forms of taxation. The fact that they have less distorting effects on economic activities is especially beneficial. In addition, inheritance taxes can help to reduce the inefficiently of high income taxes. Furthermore, it is shown that the HFCS systematically underestimates the wealthiest households due to the furnishing of false information. To address this issue, the top of the distribution can be estimated with the help of a Pareto distribution, where the wealthiest households are given more weight. This has a considerable effect in the simulation of inheritance tax revenue. In a simple inheritance revenue model, it is shown that the difference between the original data and the modified data is remarkable and lies between 32 % and 118 %.