Titelaufnahme

Titel
Das Mandatsverfahren in der österreichischen Strafprozessordnung / vorgelegt von Birgit Kaufmann
Verfasser/ VerfasserinKaufmann, Birgit
Begutachter / BegutachterinSchmölzer, Gabriele
Erschienen2015
UmfangVII, 84 Bl., Bl. VIII - XVII : Zsfassung (1 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Mandatsprozess / Österreich / Mandatsprozess / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-86708 Persistent Identifier (URN)
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Das Mandatsverfahren in der österreichischen Strafprozessordnung [0.84 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In der österreichischen Strafprozeßordnung gab es bereits von 1873 bis 1999 die Möglichkeit, minderschwere Straftaten durch die Erlassung einer Strafverfügung zu erledigen. Aufgrund zahlreicher Bedenken wurde dieses Mandatsverfahren 1999 aufgehoben und durch die Diversion ersetzt. Mit dem Strafprozessrechtsänderungsgesetz 2014 wurde entgegen heftiger Kritik im Begutachtungsverfahren ein vergleichbares abgekürztes Verfahren wieder eingeführt (§ 491 StPO). Dieses ist mit 1.1.2015 in Kraft getreten.Den Anfang der Arbeit bildet ein kurzer Überblick über das „Mandatsverfahren alt“, im Anschluss wird das Gesetzwerdungsverfahren bis hin zur finalen, heute geltenden Fassung erörtert. Es folgt eine umfangreiche Darstellung der Voraussetzungen, des Inhalts und der Wirkungen einer im Rahmen des Mandatsverfahrens erlassenen Strafverfügung. Den Schwerpunkt dieser Diplomarbeit stellt das Kapitel „Kritische Würdigung“ dar. Hier werden die unzähligen Probleme, die ein summarisches Verfahren im Kriminalstrafrecht mit sich bringt, untersucht. Die Bandbreite reicht von der möglichen Verletzung von Verfahrensgarantien über praktische Schwierigkeiten, wie beispielsweise Zustellprobleme, bis hin zur Beeinträchtigung von Opferinteressen.

Zusammenfassung (Englisch)

In the Austrian Code of Criminal Procedure already existed the possibility to settle less serious offenses by a summary procedure from 1873 to 1999. Due to numerous concerns the “Summary Procedure” (“Mandatsverfahren”) was repealed in 1999 and replaced by the „Diversion“. By the Criminal Law Amendment Act 2014, a similar summary procedure was reintroduced (§ 491 Code of Criminal Procedure) against fierce criticism in the review process. This has come into force with 1.1.2015.At the beginning, a brief overview of the former Summary Procedure is given and after that, the preparation of legislation will be discussed up to the final, currently applicable version. This is followed by an extensive presentation of the conditions, the content and effects of a penal order in the context of the Summary Procedure. The focus of this thesis is the chapter "Critical Appraisal". At this point, the numerous problems of a criminal summary procedure are examined. The scope ranges from possible violations of procedural guarantees to practical difficulties, such as delivery problems, up to the impairment of rights and interests of victims.