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Title
Die staatliche Mädchenerziehung im Nationalsozialismus / vorgelegt von Christina Papst
AuthorPapst, Christina
CensorSchmidlechner-Lienhart, Karin Maria
Published2015
Description116 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.)
Institutional NoteGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2015
Annotation
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (GND)Drittes Reich / Mädchenbildung / Österreich / Nationalsozialismus / Mädchenbildung / Drittes Reich / Mädchenbildung / Online-Ressource / Österreich / Nationalsozialismus / Mädchenbildung / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-86568 Persistent Identifier (URN)
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Die staatliche Mädchenerziehung im Nationalsozialismus [0.85 mb]
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Abstract (German)

Die staatliche Mädchenerziehung im NationalsozialismusDie Frau im Nationalsozialismus hatte ein gewisses Rollenbild zu erfüllen, welches ihr von den Nationalsozialisten auferlegt wurde und sich aus geschlechtsspezifischen Pflichten und Attributen zusammensetzte, welche der nationalsozialistischen Ideologie entsprungen waren. Die Frau wurde nicht als individuelles Wesen wahrgenommen, welches seine Persönlichkeit frei entfalten konnte. Sie hatte primär die Rolle der Mutter zu erfüllen. Ihr wurde die Verantwortung auferlegt, so viele Kinder wie möglich zu gebären um das nationalsozialistische Regime mit Soldaten für den Kampf zu versorgen. Neben der Rolle der Mutter wurden von der Frau perfektionierte Künste im Haushalt sowie treueste Untergebenheit gegenüber ihrem Ehemann erwartet. Um solch „ideale“ Frauen zu formen, wurde bereits bei Heranwachsenden einer staatlichen Indoktrination nachgegangen, welche sich nach allgemein nationalsozialistischen Aspekten an geschlechtsspezifischen „Idealen“ orientierte. Diese Diplomarbeit zeigt auf, welch perfide ausgeklügeltes System der Nationalsozialismus war und mit welchen Maßnahmen er nationalsozialistisch denkende und handelnde Frauen zu formen gedachte. Diverse horizontal ineinandergreifende Aspekte der staatlichen Mädchenerziehung werden aus verschiedensten Perspektiven heraus beleuchtet, um das vorherrschende pädagogische Dogma zu verdeutlichen. Der Erläuterung der nationalsozialistischen Weltanschauung, welche als Fundament der gesamten Erziehungsarbeit im Dritten Reich diente, und der Beschreibung des damaligen Frauenbildes anschließend, folgt eine detaillierte Darstellung der schulischen sowie außerschulischen Mädchenerziehung samt all ihrer Facetten. Neben dem theoretischen Teil umfasst diese Diplomarbeit auch einen empirischen Teil, welcher sich auf ZeitzeugInnen-Interviews stützt, die sich neben allgemeinen Erinnerungen an das Leben im Nationalsozialismus auf erzieherische Aspekte fokussieren.

Abstract (English)

The Governmental Education of Girls in the National Socialist PeriodThe woman in the National Socialist period had to fulfill a certain role which was imposed on her by the National Socialists. This role comprised gender-specific duties and attributes which had arisen from the Nazi ideology. A woman was not seen as an individual being who could develop her personality freely. Primarily, she had to fulfill the role of a mother. The responsibility of giving birth to as many children as possible was delegated to her in order to provide the Nazi regime with soldiers for the war. Aside from the mother role, women were expected to exhibit perfected abilities in housekeeping as well as most faithful humility towards their husbands. In order to shape such “ideal” women, a governmental indoctrination of adolescents was pursued. This indoctrination was primarily oriented towards general National Socialist aspects and in further consequence towards gender-specific ideals. This diploma thesis illustrates which perfidiously sophisticated regime the National Socialism was and with which measures it pursued the shaping of women whose thoughts and behaviour were attuned to the Nazi ideology. Diverse horizontal interdependent aspects of the education of girls are presented from different perspectives in order to elucidate the prevalent pedagogical tenet. Subsequent to the explanation of the Nazi worldview, which served as the basis for the entire educational work in the Third Reich, and the description of the perception of women in that time, a detailed depiction of the education of girls at school and in the extracurricular scope involving all their facets follows. Beside the theoretical part, this diploma thesis also encompasses an empirical part which includes interviews with contemporary witnesses. These interviews focus on general memories of the life in the time of National Socialism as well as on educational aspects.