Titelaufnahme

Titel
Die Vielfalt in der Konfliktbearbeitung bei Obsorge- und Kontaktrechtregelungsverfahren / von Karin Palko
Verfasser/ VerfasserinPalko, Karin
Begutachter / BegutachterinFerz, Sascha
Erschienen2015
UmfangIX, 119 Bl. : Zsfassung (1 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Elterliche Sorge / Recht / Österreich / Elterliche Sorge / Recht / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-86402 Persistent Identifier (URN)
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Die Vielfalt in der Konfliktbearbeitung bei Obsorge- und Kontaktrechtregelungsverfahren [0.63 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Im Rahmen des KindNamRÄG 2013 kam es im Obsorge- und Kontaktrechtverfahren zu einigen wesentlichen Änderungen sowohl im Verfahrensrecht als auch im materiellen Recht. Die wichtigsten Änderungen betreffen, die Einführung von Kindeswohlkriterien im § 138 ABGB, die nunmehr vom Gericht vorrangig im Pflegschaftsverfahren zu berücksichtigen sind und die Einführung des Maßnahmenkatalogs nach § 107 Abs 3 AußStrG, der es dem Gericht nun erlaubt, verbindliche Maßnahmen, wie eine Familien-, Eltern- oder Erziehungsberatung oder ein Erstgespräch über Mediation anzuordnen. Damit kam es zu einer weiteren Anerkennung außergerichtlicher Streitbeilegungsverfahren und zur verstärkten Beachtung des Kindeswohls im Obsorge- und Kontaktrechtverfahren. Um das Kindeswohl in familiären Krisen bestmöglich zu wahren, gibt es eine Vielzahl an Einrichtungen und Instrumentarien, die Familien bei den von ihnen zu bewältigenden Konflikten, insbesondere in Verbindung mit Kontaktrecht- und Obsorgethematiken durch ihre Arbeit unterstützen und helfen, den familiären Konflikt außergerichtlich zu beseitigen. Hauptaugenmerk meiner Arbeit liegt somit in der Erarbeitung der staatlichen und einger privaten Einrichtungen und Instrumentarien, die hinter den Maßnahmen des § 107 Abs 3 AußStrG stehen und beispielsweise eine gerichtlich verbindlich angeordnete Familienberatung durchführen bzw Eltern, Kindern und Jugendlichen in Zeiten familiärer Krisen unterstützen. Dazu wurde mit Experten sowohl staatlicher als auch privater Einrichtungen eine Befragung durchgeführt. Ziel dieser Arbeit war es herauszufinden, welche Einrichtung wofür zuständig ist, bzw welche Leistungen angeboten werden, wie sich die Einrichtungen voneinander unterschieden und welche Befugnisse den Mitarbeitern dieser Einrichtungen bei der Leistungserbringung zukommen.

Zusammenfassung (Englisch)

By the KindNamRÄG 2013 it came to some significant changes in the custody and visitation arrangement in procedural law, as well as in substantive law. The main changes concern the implementation of best interests of the child criteria in § 138 ABGB, which are now primarily to be considered by the court in custody and visitation arrangements and the implementation of a package of measures in § 107 (3) AußStrG, which now allows the court, to set binding measures, such as a family, parent or child guidance consultation or an initial meeting on mediation. This led to a further recognition of alternative dispute resolution and an increased attention to the childs welfare in custody and visitation arrangements. In order to preserve the interests of the child best in family crises, there are a number of facilities that support families in there conflicts, particularly in connection with custody and visitation arrangements themes through their work and help to eliminate the family conflict extrajudicial. Main focus of my work is to figure out which public and private institutions operate behind the binding measures of the § 107 (3) AußStrG and implement a court binding arranged family consultation and support parents, children and young people in times of family crises. For this purpose, a survey was conducted with experts of public and private institutions. The aim of this work was to find out what services are offered by which institution, how the institutions are distinguished from each other and what capacity the staff has while fulfilling their work.