Titelaufnahme

Titel
Braucht Bier Heimat? : die Bedeutung von Verortung und Regionalität im Marketing ausgewählter Brauereien des Mühlviertels / vorgelegt von Ralph Kristl
Verfasser/ VerfasserinKristl, Ralph
Begutachter / BegutachterinErmann, Ulrich
Erschienen2015
Umfang96 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2015
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Mühlviertel / Brauerei / Klein- und Mittelbetrieb / Marketing / Mühlviertel / Brauerei / Klein- und Mittelbetrieb / Marketing / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-86026 Persistent Identifier (URN)
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Braucht Bier Heimat? [2.07 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Obwohl der österreichische Biermarkt von wenigen Großbrauereien dominiert wird, schaffen es auch kleine und mittelständische Unternehmen, sich gegen die enorme Konkurrenz durchzusetzen. Eine Analyse des Marketings und des Werbeauftritts von drei derartigen Brauereien soll die Bedeutung von Verortung und Regionalität eruieren und beschreiben. Die Wichtigkeit von Bezügen der Produkte zu Ort und Region wird nicht nur von Produzentenseite, sondern auch aus der Perspektive von Biertrinker_innen betrachtet, um letztendlich ein ganzheitliches Bild zu zeichnen und Positionierungschancen für vergleichbare Brauereien aufzuzeigen. Dazu wurde eine umfangreiche, aus Experteninterviews und teilnehmender Beobachtung bestehende qualitative Sozialforschung durchgeführt. Die daraus resultierenden Daten wurden mithilfe bestehender Literatur aus den Bereichen Marketing und Regionalforschung bewertet und in dieser Arbeit aufbereitet.Daraus gehen glaubhafte, authentische Verortung und die Nutzung von Assoziationen mit einer bestimmten Region als entscheidender Erfolgsfaktor für die gegenständlichen Unternehmen hervor. Eine Verknüpfung des Produktes Bier mit dem Herstellungsort und der Region, in der dieser eingebettet ist, spricht u.a. innerste Bedürfnisse nach Zugehörigkeit und Identität an. Positionierungschancen für kleine und mittelständische Brauereien sehe ich folglich in einer erfolgreichen Befriedigung derartiger Bedürfnisse durch Regionsbezogenheit und die damit verbundene soziale Nähe, die „anonyme“ Großbrauereien kaum bieten können, aber auch in der flexiblen Herstellung von unterschiedlichsten Spezialbieren, mit denen man sich von der Konkurrenz abhebt. Eine Kombination aus authentischer Verortung und Ausschöpfung der von der jeweiligen Region bereitgestellten (positiven) Assoziationen sowie kreativer Innovationskraft dürfte also eine wirtschaftlich sehr vielversprechende Basis für viele kleine und mittlere österreichische Brauereien sein.

Zusammenfassung (Englisch)

Even though the Austrian beer market is dominated by a few large breweries, small and middle-class companies succeed in asserting themselves as well. A detailed analysis of the marketing strategies and the advertising presence of three such smaller breweries is supposed to determine and depict the importance of geographical entanglements with place and the region it is embedded in. In order to provide a holistic portrayal the importance of these entanglements is not only regarded from the point of view of the producer but also from the point of view of the consumer. Combining these two sides will eventually enable me to draw a more complete picture and to illustrate positioning chances for such small and middle-class companies in Austria.For that purpose I conducted qualitative research, consisting of both expert interviews and participant observation. Using already existing literature in the field of regional science and marketing the gathered data was evaluated and is presented in the diploma thesis in hand.The conducted research shows that convincing, authentic geographical entanglements as well as the utilization of associations with a certain region are an essential aspect in economic success of the analysed companies. At the same time this connection between product and place and the region it is embedded in meets the demands of the customers whose inner wishes for belonging and identity are addressed. For this reason I see great chances for small and medium sized breweries in satisfying these needs successfully through the establishment of intimate links between product and place/region as well as using the social proximity that comes along with it. Bigger “faceless” companies cannot provide these assets. Another way to stand out from the crowd against big firms is the flexible production of a broad range of craft beer. A combination of these mentioned aspects should serve as an economically promising basis for many small and middle-sized Austrian breweries.