Titelaufnahme

Titel
Nachhaltig "untragbar" : zur Reduzierung von "Plastiksackerln" / vorgelegt von Martin Hierz
Verfasser/ VerfasserinHierz, Martin
Begutachter / BegutachterinZimmermann, Friedrich
Erschienen2015
Umfang134 Bl. : Zsfassung (2 Bl.) ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2015
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Plastiktüte / Nachhaltigkeit / Plastiktüte / Nachhaltigkeit / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-85975 Persistent Identifier (URN)
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Nachhaltig "untragbar" [2.07 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

„Jute statt Plastik!“ wurde Anfang der 1980er-Jahre zu einem geflügelten Wort im deutschen Sprachraum. Dieser gegen die aufkommende Wegwerfmentalität gerichtete Slogan konnte den Siegeszug der in Österreich gemeinhin als Plastiksackerl bekannten Einweg-Tragetaschen aus Kunststoff jedoch nicht bremsen. Heute sind diese aus nicht erneuerbaren Ressourcen hergestellten Serviceverpackungen mit einer durchschnittlichen Verwendungsdauer von wenigen Minuten in vielen Ländern allgegenwärtig und verursachen dabei eine Vielzahl an sozialen und ökologischen Problemen wie die Verschmutzung von Gewässern oder das Verursachen von Überflutungen durch das Verstopfen von Abwasserleitungen und Kanälen. Zentrale Fragestellung dieser Arbeit ist, wie der Plastiksackerl-Verbrauch im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung, deren Erläuterung hier das theoretische Fundament bildet, reduziert werden kann. Dazu werden fünf Fallbeispiele von innerhalb der EU bereits gesetzten politischen Maßnahmen zum Erreichen dieses Ziels im Rahmen einer Nutzwertanalyse miteinander verglichen. Als die im Sinne der Nachhaltigkeit beste Alternative stellt sich dabei das Luxemburger Projekt „Öko-Tut“ heraus, denn es ist bereits seit längerem sehr effektiv, die Stakeholder werden stark mit eingebunden und der finanzielle und organisatorische Aufwand ist überschaubar. Basierend auf diesem Ergebnis wird versucht, dessen erfolgversprechende Aspekte auf die spezifischen Voraussetzungen der Grazer Bauernmärkte mittels der aus standardisierten Interviews mit Marktbeschickerinnen und -beschickern gewonnen Erkenntnisse zu adaptieren. Eine Befragung von Kundinnen und Kunden des Bauernmarktes ergibt schließlich neben anderen wesentlichen Erkenntnissen, dass sich durch die Einführung eines Betrags von 0,10 pro ausgegebenem Plastiksackerl deren Verbrauch signifikant reduzieren würde, ohne dass dadurch ein gravierender Wettbewerbsnachteil für die Bauernmärkte entstehe.

Zusammenfassung (Englisch)

„Jute statt Plastik!“ (transl.: „Jute instead of plastics!“) has become a catchphrase in the German-speaking countries during the early 1980s. Nevertheless, this cry against the emerging consumption mentality could not prevent plastic bags from their epochal victory. Nowadays, these bags made from non-renewable ressources with an average life-span of just a few minutes are pervasive in many countries while causing lots of serious problems for humans and the environment such as marine litter or floodings due to clogging drain pipes. Thus, the research question is how to reduce the consumption of single-use plastic bags supporting a sustainable development, the theoretical approach of this work is the fundament. Five case studies of political actions already implemented within parts of the European Union to reach this goal are compared by a utility analysis. The project „Öko-Tut“ from Luxembourg turns out to be the most successfull one, as it has been highly effective for years, engages the stakeholders and requires only very little financial and organizational expenditure. Based on these results, an adaptation of the promising aspects on the requirements of the farmers markets in Graz was evaluated by interviews conducted with several market vendors. Also a survey of the farmers markets customers shows some applicable results and highlights that even a pricing of 0,10 would most likely reduce the use of plastic bags significantly while not posing a threat of becoming a major competitive disadvantage for the markets.