Titelaufnahme

Titel
Täteralpträume und deren Zusammenhänge mit Persönlichkeitsvariablen : eine empirische Untersuchung / Simon Sinan Freiherr von Martial
Verfasser/ VerfasserinMartial, Simon Sinan Freiherr von
Begutachter / BegutachterinPietrowsky, Reinhard
Erschienen2015
Umfang101 S. : Zsfassungen (2 Bl.) ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2015
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Täter / Albtraum / Persönlichkeitsfaktor / Täter / Albtraum / Persönlichkeitsfaktor / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-85892 Persistent Identifier (URN)
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Täteralpträume und deren Zusammenhänge mit Persönlichkeitsvariablen [0.96 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Alpträume, in denen der Träumende selbst körperliche oder psychische Gewalt gegenüber einem anderen Lebewesen ausübt, werden als Täteralpträume bezeichnet (Pietrowsky, 2014). Die Forschung über Täteralpträume liefert bis jetzt nur wenige Erkenntnisse. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, das Auftreten von Täteralpträumen auf mögliche Zusammenhänge zu Neurotizismus, Aggressivität, ausgeübter Gewalt in der Vergangenheit und Kreativität zu untersuchen. Außerdem wurden mögliche Zusammenhänge mit Moralvorstellungen und während eines Täteralptraums empfundenen Gefühlen von Schuld und Scham, sowie von Achtsamkeit und der durch einen Alptraum empfundener subjektiven Belastung analysiert. Die Probanden der vorliegenden Studie waren hauptsächlich weibliche Studenten, die über einen Monat lang ein Alptraumtagebuch führten und dementsprechend den Gruppen der Täteralpträumer und der Opferalpträumer zugeteilt wurden. Außerdem wurde eine Kontrollgruppe mit Personen ohne Alpträume erhoben. Die gestellten Hypothesen leiten sich zumeist durch Erkenntnisse aus dem Gebiet der Alptraumforschung ab. Die Ergebnisse sprechen dafür, dass Personen mit Täteralpträumen neurotischer, aggressiver, kreativer und eher in der Vergangenheit gewalttätig gegen Mitmenschen gewesen sind, als Personen ohne Alpträume. Für die Abgrenzung zwischen Personen mit Täteralpträumen und Personen mit Opferalpträumer konnte lediglich ein signifikanter Unterschied für Kreativität und ausgeübter Gewalt in der Vergangenheit gefunden werden. Neben den erhobenen Daten der vorliegenden Studie wurden für die Auswertung Daten einer von Eichhorn (2014) durchgeführten Studie genutzt. Zukünftige Forschung sollte die vorliegenden Befunde replizieren und über einen längeren Zeitraum Alpträume erheben.

Zusammenfassung (Englisch)

Nightmares in which the dreamer exerts physical or psychological violence towards someoneelse are known as aggressor nightmares (Pietrowsky, 2014). So far, only little research hasbeen done concerning aggressor nightmares. The present study intends to investigate correlations between aggressor nightmares and various personality characteristics such as neuroticism, aggression, creativity and an exerted act of violence in the past. In addition, the relationship between moral concepts and feelings of guilt and shame, evoked by an aggressor nightmare as well as the relationship between mindfulness and the perceived distress during a nighmtmare were examined. Participants were mainly female students, who collected their dreams in a diary over a period of one month. Depending on the content of their dreams, participants were assigned either to a group of participants with aggressor nightmares or a group of participants with victim nightmares. The results indicate that people with aggressor nightmares display a higher degree of neuroticism, aggression and creativity and have more often exerted an act of violence in the past, than people without nightmares. When comparingthe group of participants with aggressor nightmares with the group of participants with victim nightmares only significant differences for creativity and exertion of violance in the past could be found. In addition to the data of the current study, the data of Eichhorn (2014) were used for the testing of the hypotheses. Future research should try to replicate the current findings, and collect nightmares over a longer period.