Titelaufnahme

Titel
Kulturelle Vielschichtigkeit des Ökonomischen : Siena und der Monte dei Paschi zwischen Vergangenheit, Finanzkrise und Zukunft / vorgelegt von Luitgard Voller
Verfasser/ VerfasserinVoller, Luitgard
Begutachter / BegutachterinEberhart, Helmut
Erschienen2015
Umfang134 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) + 1 CD-ROM ; Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2015
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Siena / Banca Monte dei Paschi di Siena / Finanzkrise / Wirtschaftsethnologie / Siena / Banca Monte dei Paschi di Siena / Finanzkrise / Wirtschaftsethnologie / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-85842 Persistent Identifier (URN)
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Kulturelle Vielschichtigkeit des Ökonomischen [3.19 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Nach zahlreichen ethnografischen Studien, die sich Siena als der „Stadt des Palio“ zuwenden, betrachtet diese Arbeit den toskanischen Ort unter neuen Gesichtspunkten. Im Spannungsfeld der aktuellen Finanzkrise stellt die dichte Symbiose Sienas und dem Monte dei Paschi, der weltweit ältesten Bank, einen Spezialfall dar. Die Ursprünge einer traditionsreichen Finanzkultur finden sich hier bereits im Mittelalter - durch den Monte wurde Siena außergewöhnlich wohlhabend, doch gegenwärtig auch umso stärker von den Auswirkungen des internationalen Bankencrashs getroffen. Ökonomie durchdringt alle Bereiche des menschlichen Lebens, ist ein Phänomen, von dem Gesellschaft maßgeblich bestimmt wird und hat sich zu einem Schlüsselbegriff der Gegenwart etabliert. Mit qualitativen Methoden analysiert die vorliegende Untersuchung deshalb den Umgang und die vielschichtige Wahrnehmung der Krise von Seiten der Sieneser Bevölkerung. In einer Phase des Umbruchs und Übergangs spielen dabei nicht nur Elemente der Vergangenheit eine Rolle, sondern die Finanzkrise scheint für das städtische Sozialgefüge einen Wendepunkt zu markieren, der Raum eröffnet, um (zukünftige) Alternativen zu erdenken. Ausgehend vom Bezugsrahmen alltäglicher Lebenswirklichkeiten problematisieren die Ergebnisse die Wirkweisen einer global vernetzten Wirtschaft und ihre Bedeutung für die konkret gelebte Praxis, entschlüsseln die Relevanz moderner Ökonomie in kulturwissenschaftlichen Zusammenhängen und reihen sich somit in den Bereich der Wirtschaftsethnologie ein.

Zusammenfassung (Englisch)

Numerous ethnographic studies have addressed Siena as the „City of the Palio“, this work however will portray the tuscan city under new aspects. Within the tense situation caused by the global economic downturn during the end of the first decade of the 21st century, the tight bond of Siena and the world‘s oldest bank, Monte dei Paschi, represents a special case. The origins of a financial culture in the city can be traced back to the Middle Ages the Monte turned Siena into a remarkably prosperous town, but currently it also causes Siena to be struck hard by the consequences of the international bank crash. Economy permeates all spheres of the human existence, it is a phenomenon that determines society significantly and has become a key concept of present days. This research therefore analyses with qualitative methods the handling and the multilayered perception of the crisis from the perspective of the Sienese people. In a phase of change and transition not only elements from the past play a role, but also the financial crisis seems to indicate a turning point for the urban social structures, which opens space for conceiving alternatives for the future. Starting from the reference framework of everyday life, the results examine the effects of a globally connected economic system and their impacts on the actual lived experience. Furthermore they decode the relevance of modern economics within the context of cultural sciences and hence they join the field of economic anthropology.