Titelaufnahme

Titel
Der Bezirk Hartberg-Fürstenfeld in der Phase des Anschlusses des Burgenlandes von 1918 bis 1921 : sicherheitspolitische, ökonomische und soziale Auswirkungen / vorgelegt von Kerstin Kogler
Verfasser/ VerfasserinKogler, Kerstin
Begutachter / BegutachterinStaudinger, Eduard
Erschienen2015
UmfangV, 152 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; Ill., Kt.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2015
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Steiermark / Burgenland / Verwaltungsgrenze / Geschichte 1918-1921 / Steiermark / Burgenland / Verwaltungsgrenze / Geschichte 1918-1921 / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-85811 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Der Bezirk Hartberg-Fürstenfeld in der Phase des Anschlusses des Burgenlandes von 1918 bis 1921 [7.52 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Grenzen und Grenzziehungen sind ein allgegenwärtiges Thema im 21. Jahrhundert. Eine der Grenzen Österreichs ist relativ jung: jene des Burgenlandes. Mit dem Anschluss des Burgenlandes wurde die Grenze zwischen Steiermark und Ungarn verschoben. Sie wurde im Dezember 1921 realisiert. Über diese jetzt steirisch-burgenländische Grenze in den Jahren 1918 bis 1921 wurde verhältnismäßig wenig historisch geforscht. Diese Diplomarbeit widmet sich genau diesem Zeitraum und konzentriert sich räumlich auf den Bezirk Hartberg-Fürstenfeld. Nach einem generellen Überblick über die ökonomische Situation in Österreich und in der Steiermark nach dem Ersten Weltkrieg beschäftigt sich diese Diplomarbeit mit dem Grenzbereich Steiermark-Ungarn. Der Bezirk Hartberg-Fürstenfeld, der damals in die Bezirke Hartberg und Feldbach unterteilt war, weist viele Gemeinsamkeiten über Verwaltungsgrenzen hinweg auf. Auf die Ausprägung des Grenzschutzes an der steirisch-ungarischen Grenze und seiner Auswirkungen auf die Bevölkerung wird näher eingegangen. Dem grenzüberschreitenden legalen und illegalen Personen- und Warenverkehr, insbesondere dem Schmuggel, kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Politische Entwicklungen in Österreich und Ungarn, wie die kommunistische Räteregierung in Ungarn, beeinflussten maßgeblich die verzögerte Angliederung des Burgenlands. In dieser Phase fanden bewaffnete Zwischenfälle statt, durch die die Sicherheit der in dieser Region Ansässigen bedroht war. Von einer Vorstufe einer „kriegerischen Auseinandersetzung“ kann gesprochen werden. Diesem Aspekt wird in der Diplomarbeit ausführlich Rechnung getragen. In der wissenschaftlichen Literatur und in den Erinnerungen fand er bislang vergleichsweise wenig Beachtung.

Zusammenfassung (Englisch)

In twenty-first century, borders and the determination of frontiers are frequently discussed topics. One of Austrias borders is comparatively young: the one in Burgenland. With Burgenlands incorporation the border between Styria and Hungary has shifted. In December 1921 this frontier was finally settled. So far little research has been conducted on this Burgenlandian-Styrian border in the period of 1918 up to 1921. This paper focuses on exactly that period regarding the area of the district Hartberg-Fürstenfeld. After a general overview of Austrias and Styrias economic situation after the First World War, this thesis concentrates predominantly on the border area between Styria and Hungary. Despite the fact that the district Hartberg-Fürstenfeld was divided into the districts Hartberg and Feldbach in those days, many similarities can be detected disregarding those administrative units. The means of border protection and their consequences for the population will be subjected to scrutiny. Aspects of cross-border traffic of people and goods, legal and illegal such as smuggling, are of high significance. Political developments in Austria and Hungary such as the communist government in Hungary contributed substantially to the postponed incorporation of the Burgenland. During those years shooting incidents took place, which undermined the security of the people living in that region. It could be called a preliminary stage towards “warlike circumstances”. This aspect will be further developed in the course of the paper. It has not been taken into serious consideration in academic literature and in collective memory up to now.