Titelaufnahme

Titel
Geschlechtersensible Pädagogik in der Sekundarstufe 1 : zur Förderung der freien Entfaltung individueller geschlechterbezogener Potentiale von Mädchen und Buben / vorgelegt von Alexandra Pieber
Verfasser/ VerfasserinPieber, Alexandra
Begutachter / BegutachterinSchmidlechner-Lienhart, Karin Maria
Erschienen2015
Umfang99 Bl. : graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Sekundarstufe 1 / Geschlechtsunterschied / Pädagogik / Sekundarstufe 1 / Geschlechtsunterschied / Pädagogik / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-85790 Persistent Identifier (URN)
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Geschlechtersensible Pädagogik in der Sekundarstufe 1 [1.01 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Bildungseinrichtungen und Lehrkräfte haben die Aufgabe, für alle Kinder und Jugendliche die gleichen Lernbedingungen sowie -chancen herzustellen. Doch kann von gleichen schulischen Ausgangsbedingungen nicht ohne weiteres auf gleiche Möglichkeiten von Bildungsvermittlung und Förderung der Geschlechter geschlossen werden. Denn eines der größten Hindernisse für eine tatsächliche Gleichstellung in Schulen ist neben organisatorischen Schulmaßnahmen, Lehrmethoden und -materialien der alltägliche Interaktionsprozess von Lehrenden und Lernenden. Das Konzept der geschlechtersensiblen Pädagogik soll dieser Ungleichbehandlung jedoch entgegenwirken, indem es davon ausgeht, dass Schülerinnen und Schüler mit sozialisationsbedingt unterschiedlichen Erfahrungen, Interessen, Stärken und Schwächen in die Schule eintreten und individuell gefördert werden müssen. Von Bedeutung ist hierbei vor allem eine geschlechtersensible Interaktion der Lehrenden, die eine Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit der eigenen Person, der Geschlechtsidentität, sowie den Frauen- und Männerbildern mit sich bringt. Auch setzt sich das Konzept der geschlechtersensiblen Pädagogik das Ziel, dem heimlichen Lehrplan der explizit oder implizit Aussagen über Geschlecht vermittelt entgegenzuwirken. In der vorliegenden Masterarbeit werden neben den Fragen, wie in Schulen Geschlechterverhältnisse, -stereotype und -unterschiede produziert und gefestigt werden, auch Fragen nach geschlechtergerechten und -sensiblen Möglichkeiten zur Förderung von Potenzialen und Interessen der Jugendlichen, behandelt. Der Fokus der Arbeit liegt auf den Interaktionsprozessen in der Schule, wobei dabei vor allem der neue österreichische Schultyp die Neue Mittelschule behandelt wird, der in der empirischen Analyse betrachtet wird.

Zusammenfassung (Englisch)

Educational institutions and teachers hold the task of producing the same learning conditions and opportunities for all children and teenager. However, having identical curricular framework conditions as a starting point does not suffice to provide the same educational standards and encouragement of gender equality for all students. One of the main obstacle for establishing real gender equality in educational institutions, besides organizing school activities and preparing teaching methods and materials for that purpose, is the daily process of interaction between teachers and students. The concept of gender-sensitive education aims to counteract this unequal treatment. The main assumption is that pupils come from a diverse social environment and thus enter into school with different experiences, interests, strengths and weaknesses. The goal of the concept is to provide all of them with individual training according to their needs. Fundamental for this is that the teachers themselves interact gender-sensitive among each other and with the students. This includes their willingness to examine their own personality, their process of evolving into a woman or a man, as well as the female and male images which are produced by society. The subsequent master thesis ‚Gender-sensitive education in secondary school as support for the free development of individual gender-related capabilities of girls and boys‘ deals with the question of how gender relations and stereotypes are produced in schools, as well as the way gender differences consolidate educational. Particularly finding gender-inclusive and gender-sensitive options to support the potentials and interests of all children and teenagers is of crucial concern in this paper. A special focus lies on the interaction process in school, as well as on the ‚Neue Mittelschule, a new Austrian school type‘, on which the empirical analysis in this master thesis is based.