Titelaufnahme

Titel
Die Schildbeschreibung in Vergils Aeneis aus einem historischen Standpunkt / vorgelegt von Robert Lichtensteiner
Verfasser/ VerfasserinLichtensteiner, Robert
Begutachter / BegutachterinEnglhofer, Claudia
Erschienen2015
Umfang75 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2015
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Vergilius Maro, Publius <Aeneis 8> / Schild <Motiv> / Vergilius Maro, Publius <Aeneis 8> / Schild <Motiv> / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-85721 Persistent Identifier (URN)
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Die Schildbeschreibung in Vergils Aeneis aus einem historischen Standpunkt [0.58 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Im achten Buch seines Epos fügt Vergil die berühmte Schildbeschreibung ein. Der Held der Erzählung, Aeneas, erhält als göttliche Unterstützung für den kommenden Krieg von seiner Mutter einen Schild, der von Vulcanus selbst geschmiedet wurde. Auf diesem befinden sich mehrere Szenen der römischen Geschichte, wie z. B. die Zwillinge Romulus und Remus, die von einer Wölfin genährt werden. Im Mittelpunkt steht ein für Vergil zeitgenössisches Ereignis: die Schlacht von Aktium, in der Augustus seinen Gegner Markus Antonius besiegte und somit den Grundstein für seine Alleinherrschaft legte.Die Wissenschaft versuchte lange Zeit ein bestimmtes Auswahlkriterium für die historischen Beispiele in dieser Ekphrasis herauszuarbeiten, konnte sich jedoch nicht auf ein einziges Element einigen. Allein die augusteische Propaganda in dieser Passage vermochten alle anzuerkennen.Vorliegende Diplomarbeit sucht erneut nach einem Auswahlkriterium, geht dabei aber von einer ausführlichen Analyse der historischen Beispiele aus, in der die Faktenlage der auf dem Schild abgebildeten Ereignisse ergründet, besonders jedoch auf die Rezeption derer in Vergils Zeit geachtet wird.Es zeigt sich, dass Vergil nicht nur ein einziges Element gebraucht, nach dem er seine Szenen anordnet, sondern mehrere Kriterien verwendet: Im Vordergrund steht der Kampf zwischen Gut und Böse, der sich durch die römische Geschichte zieht und erst unter Augustus ein positives Ende erlebt, zum anderen steht der Ort Rom selbst im Mittelpunkt, da in den einzelnen Szenen immer wieder Anspielungen auf Gedächtnisplätze im Stadtbild zu finden sind. Zuletzt arbeitet Vergil auch eine Warnung an Augustus ein. In den Szenen kommt deutlich heraus, dass das Bestreben Einzelner nach Alleinherrschaft in der römischen Geschichte immer wieder scheitern musste, so muss auch der Princeps aufpassen, die Fehler jener nicht zu wiederholen.

Zusammenfassung (Englisch)

In the eighth book of his epic Virgil inserts the famous shield description. The hero of the story, Aeneas, receives a shield, which was forged by Vulcan himself, from his mother as divine support for the upcoming war. Several scenes of Roman history can be found on this shield e.g. the twins Romulus and Remus, who are nourished by a she-wolf. The focus though is on a contemporary event of Virgils times: the Battle of Actium, in which Augustus defeated his opponent Mark Antony and thus laid the foundation for his autocratic rule.Academic studies tried for a long time to find a certain criterion, which explains the selection of the historical examples in this ekphrasis, but they could not agree on one single element, although they all were able to recognize the Augustan propaganda in this passage.This diploma thesis searches again for a selection criterion, but starts from a detailed analysis of historical examples in which not only the facts of the events shown on the shield are explored, but particularly the reception of those events in Virgil's time is looked at.It turns out that Vergil has not one single element, according to which he arranges his scenes, but he uses multiple criteria: The focus is on the struggle between good and evil, which runs through the whole Roman history and does not come to a positive out coming until Augustus reign, on the other hand the place of Rome itself is a dominating theme, because in each scene allusions are found on certain sites in the cityscape which are important in Roman history. Lastly Vergil also weaves in this passage a warning to Augustus. The scenes clearly show that the desire of individuals for autocratic reign had repeatedly failed in Roman history, which should warn the princeps to be careful not to repeat those mistakes.