Titelaufnahme

Titel
Der Ort, das Hören, das Sehen, das Reden : zur Phänomenalität der sozialen Diskriminierung und ihres Politischen im agonistischen Pluralismus / eingereicht von Magdalena Anja-Maria Columba Anikar
Verfasser/ VerfasserinAnikar, Magdalena Anja-Maria Columba
Begutachter / BegutachterinNeuhold, Leopold
Erschienen2015
Umfang210 Bl. : graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Diskriminierung / Diskriminierung / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-85674 Persistent Identifier (URN)
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Der Ort, das Hören, das Sehen, das Reden [3.53 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Wenn wir im Alltag von sozialer Diskriminierung sprechen, wird oft implizit ein Wissen vorausgesetzt, was darunter zu verstehen ist. „Sich diskriminiert zu fühlen“ wird gleichgesetzt mit „diskriminiert werden“. Diese Gleichsetzung trifft nicht zwangsläufig zu. So ist es die zentrale Aufgabenstellung in dieser Arbeit, den Begriff der „sozialen Diskriminierung“ sauber zu definieren und in eine Arbeitshypothese in Beantwortung der ersten Forschungsfrage, was Diskriminierung ist, zu übersetzen. Der Übersetzungsprozess berücksichtigt theoretische Aspekte in der Lehre Thomas von Aquins, Abaelards, Immanuel Kants und Edmund Husserls. Gleichsam werden die rechtlichen Dimensionen der Diskriminierung lt. Gleichbehandlungsgesetz berücksichtigt. Die Arbeitshypothese wird sodann mit der quantitativen Methode des Mannheimer Argumentationskriteriensystems am Stenoprotokoll des österreichischen Nationalrates vom 23. Mai 2013 einer Überprüfung unterzogen. In diesem Protokoll sind die Reden der Abgeordneten über das sogenannte Levelling-up im Gleichbehandlungsgesetz berücksichtigt. Mit dieser Textgrundlage, und der qualitativen Interpretation des quantitativen Ergebnisses mit Hilfe der parlamentarischen Diskursanalyse nach Teun von Dijk, wird der zweiten Forschungsfrage nachgegangen, wie im österreichischen Parlament über Diskriminierung gesprochen wird. Darüber hinaus werden die Fragen beantwortet, welche Parameter das Politische im Kontext der Diskriminierung prägen und wie sich dieses Politische zum agonistischen Pluralismus der Gesellschaft verhält.

Zusammenfassung (Englisch)

When we speak about social discrimination in everyday life, knowledge is often assumed implicitly what is to be understood by it. „To feel discriminated“ is equated with "to be discriminated". This conclusion is not true necessarily. Thus it is the central task in this work to define the concept of the „social discrimination“ and to translate the Definition into a working hypothesis and to answer the first research question: What is discrimination? The translation process considers theoretical aspects in the Works of Thomas von Aquin, Abaelard, Immanuel Kant and Edmund Husserl. At the same time the juridical dimensions of the discrimination in accordance with the Equal treatment law are regarded. The working hypothesis is then submitted to an examination of the steno protocol of the Austrian National Assembly from the 23rd of May with the quantitative method of the Mannheim argumentation criterion system. Within this protocol the speeches of the representatives about the so-called Levelling-up in the equal treatment law are illustrated. With this text basis and the qualitative interpretation of the quantitative result on the basis of the parliamentary discourse analysis by Teun of Dijk, the second research question follows how it is spoken about discrimination in the Austrian Parliament. Finally, the further research questions are answered, which parametres stamp the political in the context of discrimination and how this is related to the agonistical pluralism of the society.