Titelaufnahme

Titel
Die Entwicklung von supraglazialen Spaltenstrukturen und Entwässerungssystemen an der Gletscherzunge der Pasterze zwischen 1998 und 2012 / vorgelegt von Bernd Karl Kulmer
Verfasser/ VerfasserinKulmer, Bernd Karl
Begutachter / BegutachterinKellerer-Pirklbauer-Eulenstein, Andreas
Erschienen2015
Umfang114 Bl. : Zsfassung (2 Bl.) ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2015
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Pasterze / Gletscherzunge / Geschichte 1998-2012 / Pasterze / Gletscherzunge / Geschichte 1998-2012 / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-85563 Persistent Identifier (URN)
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Die Entwicklung von supraglazialen Spaltenstrukturen und Entwässerungssystemen an der Gletscherzunge der Pasterze zwischen 1998 und 2012 [4.69 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Anhand von fünf Gletscherständen, 1998, 2003, 2006, 2009 und 2012 werden supraglaziale Spaltenstrukturen und Entwässerungssysteme an der Gletscherzunge der Pasterze kartiert und interpretiert. Als Grundlage für die Kartierungen dienen Orthophotos der Jahre 1998, 2003, 2006, 2009 und 2012 sowie Digitale Höhenmodelle (DEMs) derselben Jahre mit Ausnahme von 1998. Weiters werden die Ergebnisse der jährlichen Gletschermessungen an der Pasterze, des gesamten Zeitraums 1998 bis 2012 für die Interpretation der Ergebnisse herangezogen. Als entscheidend für die Interpretation der supraglazialen Spaltenstrukturen, haben sich die Entwicklungen der strukturglaziologischen Erscheinungsformen, Abschiebung, Überschiebung und en èchelon Struktur, sowie der geometrischen Erscheinungsform des Eiszerfalls, erwiesen. Im Rahmen dieser Arbeit wurden nicht zu übersehende Anpassungserscheinungen des Gletschers, an eine sich verändernde Umwelt, beschrieben. Der Gletscher weist jährlich große Längen- und Höhenverluste sowie eine deutliche Verringerung der Fließgeschwindigkeit auf. Aus den Kartierungen geht, im selben Zeitraum, eine deutliche Erhöhung der Spaltendichte hervor. Besonders betroffen ist davon der vordere Teil der Gletscherzunge, der von zunehmenden Zerfallserscheinungen, deren alleinige strukturglaziologische Erscheinungsform die Abschiebung ist, geprägt ist. Weiters kann anhand berechneter Oberflächenhöhenunterschiede der Gletscherzunge zwischen den kartierten Gletscherständen, ein räumlicher Zusammenhang zwischen hohen Reliefunterschieden und der räumlichen Verteilung von Spaltenstrukturen gezeigt werden. Große Teile der Spaltenstrukturen können somit als, zunehmend unabhängig von der Fließgeschwindigkeit des Eises entstehend, beschrieben werden. Vielmehr sind diese Spalten als Anpassungsreaktionen auf hohe Reliefunterschiede zu interpretieren.

Zusammenfassung (Englisch)

On the basis of 5 glacier stages, 1998, 2003, 2006, 2009 and 2012, supraglacial brittle structures and drainage systems at the glacier tongue of the Pasterze were mapped and interpreted. Aerial photographs of the mentioned glacier stages as well as Digital Elevation Models (DEMs) from the same years, except from 1998, were used as a basis for this work. Furthermore the results of the annual glacier measurements from the entire period 1998 to 2012 were used interpreting the results. Structure glaciological manifestations such as normal faults, thrust faults and en èchelon structures, as well as geometric manifestations such as ice disintegration, are seen as essential for interpreting the development of supraglacial brittle structures. In the framework of this diploma thesis, obvious adjustment reactions, to a changing environment, have been described. The glacier annually features high length and height recession rates. On the basis of the mappings, an increase of the number of crevasses can be seen in the same time. Especially the front part of the glacier tongue is affected by this development, as it is affected by increasing ice disintegration, whose only structure glaciological manifestation are normal faults. Due to calculated surface-subsidence of the glacier tongue between the particular glacier stages, a correlation between high relief differences and spatial distribution of brittle structures can be seen. A large number of brittle structures can therefore be described as, increasingly independent from glacier motion. This structures can be rather seen as adjustment reactions to high relief differences. More detailed conclusions regarding supraglacial drainage systems would have needed further research.