Titelaufnahme

Titel
Neurophysiologie der Emotionsverarbeitung und die Rolle von Kontextinformationen bei sozial ängstlichen Kindern : frühe EEG-Komponenten und behaviorale Merkmale / Evelin Hevér
Verfasser/ VerfasserinHevér, Evelin
Begutachter / BegutachterinSchienle, Anne
Erschienen2015
Umfang86 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2015
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Kind <7-13 Jahre> / Mimik / Wahrnehmung / Sozialangst / Kind <7-13 Jahre> / Mimik / Wahrnehmung / Sozialangst / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-85221 Persistent Identifier (URN)
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Neurophysiologie der Emotionsverarbeitung und die Rolle von Kontextinformationen bei sozial ängstlichen Kindern [2.11 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Sozial ängstliche Personen verfügen über ein sensitives Aufmerksamkeitssystem in Richtung Gefahr (Aufmerksamkeitsbias), sowie beurteilen sie Gesichter und soziale Situationen eher negativer und bedrohlicher (Interpretationsbias).Ziel der vorliegenden Studie war es, während der Wahrnehmung von kontextfreien Gesichtsausdrücken und der Antizipation ihrer vervollständigten Kontexte mit emotionsauslösendem (negativem) oder nicht-emotionsuaslösendem (positivem oder neutralem) Inhalt die frühen erreigniskorrelierten Potentiale (P2: 100 -200 ms; N2: 200 - 350 ms) von sozial ängstlichen Kindern im Vergleich zu einer störungsfreien Kontrollgruppe zu untersuchen. Dazu wurden neun sozial ängstliche Kinder und elf Kinder ohne Symptome zwischen sieben und 13 Jahren rekrutiert.Der Vergleich der zwei Gruppen zeigte tendenzielle Unterschiede in den Amplitudenhöhen der P2. An der Position FC5 verfügte die sozial ängstliche Gruppe über tendenziell höhere P2-Amplituden. An den Positionen FZ und FC2 reagierte die Kontrollgruppe mit höherer P2 im Vergleich zu der sozial ängstlichen Gruppe auf die kontextfreien, halben Fotos. Die Amplituden der N2 zeigten eine tendenziell stärkere Negativierung in der Kontrollgruppe während der Wahrnehmung kontextfreier, halber Stimuli. Im Zeitfenster der N2 wurde ein tendenzieller Gruppenunterschied bei der Betrachtung kontextabhängiger Fotos gefunden, wobei die Kontrollgruppe an der Position T8 mit einer tendenziell stärkeren Negativierung auf die vervollständigten Fotos reagiert hat. An der Position FZ wurde ein Interaktionseffekt zwischen der Bedingung und der Gruppe nachgewiesen, wobei die sozial ängstliche Gruppe auf die emotionsauslösenden Fotos mit einer tendenziell stärkeren Negativierung reagiert hat, als auf die nicht-emotionsauslösenden Fotos.In den behavioralen Daten haben sich keine signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen oder Korrelationen in der sozial ängstlichen Gruppe gezeigt.

Zusammenfassung (Englisch)

Socially anxious people have distorted attention towards danger (called attention bias). Additionally, they tend to anticipate and evaluate faces and social situations negative and threatening (called interpretation bias). The purpose of this thesis was to investigate the early event-related potentials (P2: 100 -200 ms; N2: 200 - 350 ms) and the behavioural responses of nine socially anxious children compared to a symptom free control group (children without social anxiety) of eleven children. The children were between 7 and 13 years old. They were presented with half, context-free photos of facial expressions and then with the complete photos including emotional (negative) or non-emotional (positive or neutral) context. In the mean time neurophysiologial responses were measured. Moreover, after the half photos presented children were asked to anticipate the context of these photos.Results showed marginal differences between the two groups in the amplitude of the P2. At the position FC5 the socially anxious group had marginally larger P2 amplitudes. At FZ and FC2 the control group responded with marginally larger P2 compared to the socially anxious group to the context-free, half pictures. The amplitude of the N2 showed a marginally larger negativity in the control group during the perception of context-free, half stimuli. In the N2 marginal group difference was found when presented with photos with context information. The control group reacted with marginally higher negativity at the position T8. At FZ an interaction effect between the condition and the group was found. The socially anxious group responded with a marginally larger negativity to the emotional, negative pictures than to the non-emotional (positive or neutral) photos.The behavioural data showed no significant differences between groups and no correlations were found in the socially anxious group.