Titelaufnahme

Titel
Oxytocin und die Verarbeitung von Gesichtern bei sozial-ängstlichen Individuen / vorgelegt von Carolin Doll
Verfasser/ VerfasserinDoll, Carolin
Begutachter / BegutachterinLange, Wolf-Gero
Erschienen2015
Umfang99 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2015
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Oxytocin / Mimik / Sozialangst / Oxytocin / Mimik / Sozialangst / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-85169 Persistent Identifier (URN)
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Oxytocin und die Verarbeitung von Gesichtern bei sozial-ängstlichen Individuen [1.48 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Bisherige Theorien über die soziale Angststörung (SAS) sowie Ergebnisse experimenteller Studien legen nahe, dass Aufmerksamkeitsverzerrungen und Vermeidungstendenzen bzgl. emotionaler Gesichtsausdrücke zur Entstehung und Aufrechterhaltung von SAS beitragen. Zudem konnten neueste Studien eine annäherungsfördernde und Aufmerksamkeitsverzerrung reduzierende Wirkung des Neuropetides Oxytocin (OXT) nachweisen. Daher wurde in dieser Studie untersucht, inwieweit OXT die Verarbeitung von Gesichtern bei hoch sozial-ängstlichen (HSA; n = 11) und niedrig sozial-ängstlichen (NSA; n = 40) Frauen und Männern beeinflusst. In einem doppelblinden, randomisierten Mischstudiendesign wurden Teilnehmern an 2 Testtagen jeweils OXT oder Placebo (PLC) verabreicht. Anschließend wurde die Auf-merksamkeitsverzerrung bzgl. der Gesichtsausdrücke verärgert, angeekelt, neutral und lächelnd mithilfe einer Dotprobe Aufgabe (DPA) gemessen. Um Annäherungs- und Vermei-dungstendenzen bei den gleichen Gesichtsausdrücken zu messen, wurde eine direkte Annähe-rungs-Vermeidungs-Aufgabe (AAT) verwendet. In der DPA zeigten alle Teilnehmer eine Aufmerksamkeitsverzerrung hin zu verärgerten Gesichtsausdrücken und eine Aufmerksam-keitsverzerrung weg von angeekelten Gesichtsausdrücken. Unter dem Einfluss von OXT zeig-ten HSA im Vergleich zu NSA bei einer Präsentationszeit von 175ms eine Aufmerksamkeits-verzerrung weg von lächelnden Gesichtsausdrücken. In der AAT vermieden NSA im Vergleich zu HSA verärgerte und lächelnde Gesichtsausdrücke. OXT hatte bei diesen Aufgaben keinen Einfluss auf Annäherungs- und Vermeidungstendenzen. Die Ergebnisse werden unter Berücksichtigung der Limitationen diskutiert. Stichwörter: soziale Angst, Aufmerksamkeitsverzerrung, Annäherungs- und Vermei-dungstendenzen, Oxytocin

Zusammenfassung (Englisch)

Recent theories and experimental studies of social anxiety disorder (SAD) suggest that atten-tion bias (AB) and avoidance tendency to emotional facial expressions contribute to the de-velopment and maintenance of SAD. Moreover, newest studies found that the neuropeptide Oxytocin (OXT) reduces not only AB but also promotes approach behavior. Therefore, this study investigated how OXT influences the processing of faces of high socially anxious (HSA; n = 11) and low socially anxious (LSA; n = 40) females and males. In a double-blind, randomized crossover design, participants were administered either OXT or Placebo (PLC) each in 2 experimental sessions. Subsequently, AB to angry, disgusted, neutral and happy facial expressions were assessed using a dot-probe task (DPT). Approach-avoidance tenden-cies for the same facial expressions were measured with a direct approach-avoidance task (AAT). In the DPA all participants displayed an AB towards angry and neutral facial expres-sions and, in addition to that, an AB away from disgusted facial expressions. In comparison to LSA in the OXT condition, HAS showed an AB away from happy faces at a stimulus presen-tation time of 175ms. Compared to HSA, LSA avoided angry and happy faces in the AAT. Furthermore, OXT had no effect on approach-avoidance tendencies in the AAT. The results are discussed under the consideration of the limitations. keywords: social anxiety, attention bias, approach-avoidance tendencies, oxytocin