Titelaufnahme

Titel
Wege zur Expertise im Simultandolmetschen : eine empirische Untersuchung des Kompetenzerwerbs im Anfangsstadium der Ausbildung / vorgelegt von Johanna Dungl
Verfasser/ VerfasserinDungl, Johanna
Begutachter / BegutachterinStachl-Peier, Ursula
Erschienen2015
Umfang205 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2015
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Konferenzdolmetschen / Simultandolmetschen / Studienanfang / Selbsteinschätzung / Lernerfolg / Konferenzdolmetschen / Simultandolmetschen / Studienanfang / Selbsteinschätzung / Lernerfolg / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-85086 Persistent Identifier (URN)
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Wege zur Expertise im Simultandolmetschen [3.94 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In der vorliegenden Arbeit wurde untersucht, wie Selbsteinschätzung zum Lernfortschritt im Anfangsstudium der Konferenzdolmetschausbildung beitragen kann. Dabei wurde von der Annahme ausgegangen, dass die untersuchte Phase des Studiums einen ersten Schritt Richtung Expertise im Simultandolmetschen darstellt. In diesem Zusammenhang wurde beleuchtet, welche Probleme die Studierenden ihren eigenen Angaben zufolge beim Simultandolmetschen vom Englischen ins Deutsche haben und ob am Ende des Semesters andere Probleme kommentiert wurden als zu Beginn. Zu diesem Zweck wurde sowohl am Anfang als auch am Ende des Semesters mittels retrospektiver Protokolle erhoben, welche Überlegungen die Studierenden während des Simultandolmetschens angestellt hatten. Die Protokolle wurden basierend auf Ivanovas Kategorien ausgewertet, wobei sowohl Kommentare zu Problemen als auch zum Monitoring des Outputs berücksichtigt wurden. Zusätzlich wurde untersucht, ob sich die Studierenden im Zuge einer detaillierten Selbsteinschätzung nach den im Unterricht üblicherweise verwendeten Beurteilungskriterien mit den Ursachen für Probleme auseinandersetzen. Die Analyse zeigte, dass sowohl zu Beginn wie auch am Ende des Semesters Wahrnehmung und das Aufrufen der Zielsprache die am häufigsten erwähnten Probleme waren, d.h. die Studierenden hatten oft den Eindruck, einen Teil des Ausgangstextes nicht gehört zu haben bzw. hatten Schwierigkeiten, richtige zielsprachliche Übersetzungen zu finden. Was die Selbsteinschätzung betrifft, so zeigte sich, dass die Studierenden zwar ihre Leistung kritisch evaluierten, sie jedoch nicht die Ursachen für die aufgetretenen Probleme ansprachen. Dies kann auch auf die Gestaltung des Bewertungsschemas zurückzuführen sein, das allein auf die Beurteilung des Produkts abzielt und eine Auseinandersetzung mit den defizitären Leistungen zugrundeliegenden Problemen nicht fördert.

Zusammenfassung (Englisch)

The present thesis investigates the acquisition of simultaneous interpreting skills and the role of self-assessment during the initial stage of the Masters Programme in Interpreting at the Graz Department of Translation Studies. It is based on the assumption that this stage constitutes a first step towards becoming an expert in simultaneous interpreting. The thesis examines what kind of problems students report during simultaneous interpreting from English into German and if their self-perception changes over the course of the semester. To explore students thoughts during simultaneous interpreting practice, the students were asked to carry out retrospective analyses at the beginning as well as at the end of the semester. The retrospective protocols were analysed based on Ivanovas categories. Students commentaries on specific problems and monitoring difficulties were then evaluated. The second focus of the study was students problem awareness during self-assessment. The students were asked to transcribe their interpretation and evaluate their performance using the assessment criteria normally applied in class. The analysis showed that perception and target language retrieval were the problems most frequently encountered, i.e. students often reported that they had not heard source text sections or that they did not know how to translate certain words or phrases from the source into the target language. As far as self-assessment is concerned, it emerged that the participants produced critical self-evaluations, yet did not reflect on the causes of problems. This may be attributable to the design of the self-assessment form which focuses on the quality of the product and does not require students to also address causes of mistakes.