Titelaufnahme

Titel
Die Darstellung von Juden und Jüdinnen im Humoristischen Volksblatt "Kikeriki" / vorgelegt von Sarah Holzinger
Verfasser/ VerfasserinHolzinger, Sarah
Begutachter / BegutachterinHödl, Klaus
Erschienen2015
UmfangIV, 114 Bl. : Zsfassung (2 Bl.) ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2015
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND) Kikeriki <Zeitschrift, Wien, 1861-1933> / Juden <Motiv> / Kikeriki <Zeitschrift, Wien, 1861-1933> / Juden <Motiv> / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-84941 Persistent Identifier (URN)
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Die Darstellung von Juden und Jüdinnen im Humoristischen Volksblatt "Kikeriki" [3.79 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der Kikeriki ist vor allem als radikal antisemitische Satirezeitschrift bekannt. Dieser wurde jedoch von Ottokar Franz Ebersberg im Jahre 1861 als liberales und anti-klerikales humoristisches Volksblatt gegründet, durch welches der Dramatiker und Demokrat als Sprachrohr der Gesellschaft auftrat. Erst nach O. F. Bergs Tot veränderte sich die politische Ausrichtung des Kikeriki unter den mehrmals wechselnden Redakteuren zunehmend, bis dieser sich im Juni 1894 schließlich Karl Lueger und der Christlichsozialen Partei zuwendet und zum offen antisemitisch agierenden Volksblatt wird. Bis zum März 1894 wird die Veränderung der Satirezeitschrift vor allem an dessen Umgang mit der Judenfrage sichtbar, da sich der Kikeriki schon vor dem Betrachtungszeitraum 1890 bis 1895 antisemitischer Karikaturen bedient um Juden und Jüdinnen als anders zu definieren und folglich zu diskriminieren. Die Fragestellung der vorliegenden Studie ist in zwei Aspekte gegliedert, welche untrennbar miteinander verbunden sind. Einerseits behandelt die Diplomarbeit die Frage wie Juden und Jüdinnen in dem humoristischen Volksblatt Kikeriki zwischen 1890 und 1895 dargestellt werden. Dieser Aspekt bezieht sich vor allem auf die äußerliche Darstellung, d.h. auf pathologische Aspekte, welche einen Menschen in Karikaturen des Kikeriki als Jüdisch definieren. Die Diplomarbeit beschäftigt sich andererseits mit der Frage, inwiefern sich diese Darstellung von Juden und Jüdinnen zwischen 1890 und 1895 verändert hat und an welchen Aspekten diese Veränderung festgemacht werden kann. Die Studie ist in einen Theorieteil und einen Analyseteil gegliedert, wobei ersterer als Grundlage für den Hauptteil dient, der Analyse der Darstellung von Juden und Jüdinnen im Kikeriki. Dieser gliedert sich in die Darlegung der Konstruktion des jüdischen Körpers, dem Liberalismus im Kikeriki, der Wende zum antisemitischen Volksblatt und der Darstellung von Juden und Jüdinnen im antisemitischen Kikeriki.

Zusammenfassung (Englisch)

The satirical magazine Kikeriki is primarily known for its anti-Semitic point of view. However, it was founded by Ottokar Franz Ebersberg in 1861 as a liberal and anti-clerical magazine, with the use of which the playwright and democrat aimed at making the society aware of social and political injustices. After O. F. Bergs death, the Kikerikis stance began to change gradually and finally approached Karl Lueger and his Christian Social party in March 1894 to a full extent. The aim of the underlying thesis is to analyse the representation of Jews in the satirical magazine Kikeriki between 1890 and 1895. On the one hand, this is done through an examination of pathological aspects with the use of which the Kikerikis caricaturists defined Jews as Jewish and thus as different. On the other hand, the underlying study portrays the Kikerikis turn to an anti-Semitic satirical magazine by again considering its representation of Jews in the period under examination. The thesis is divided into two parts, the first of which providing a theoretical basis for the major part of the thesis, the analysis of the representation of Jews in the Kikeriki. This part consists of an explanation of the construction of the Jewish body, the liberalism in the satirical magazine, its turn to an anti-Semitic paper and the representation of Jews in the anti-Semitic Kikeriki.