Titelaufnahme

Titel
Kardiovaskuläre und psychologische Reaktionen auf eine soziale Belastungssituation und der Effekt eines Videofeedbacks bei hoch und niedrig sozialängstlichen Personen / Simone Timischl
Verfasser/ VerfasserinTimischl, Simone
Begutachter / BegutachterinGramer, Margit
Erschienen2015
Umfanggetr. Zählung : Zsfassungen (2 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2015
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Sozialangst / Freie Rede / Blutdruck / Sozialangst / Freie Rede / Blutdruck / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-84889 Persistent Identifier (URN)
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Kardiovaskuläre und psychologische Reaktionen auf eine soziale Belastungssituation und der Effekt eines Videofeedbacks bei hoch und niedrig sozialängstlichen Personen [1.69 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Studie untersuchte den Einfluss der Sozialangst auf kardiovaskuläre, affektive und kognitive Reaktivitäten vor, während sowie nach einer sozialen evaluativen Stresssituation, dem Halten einer Rede. Darüber hinaus wurde der direkte Einfluss eines Videofeedback-Effekts hinsichtlich der subjektiven Maße, Redebeurteilung, emotionalen Befindlichkeit und physiologischen Erregung überprüft. Von weiterem Interesse war die erweiterte Erfassung des Videofeedbackeinflusses im Hinblick auf die Redebewertung und die Ruminationstendenz im Erfassungszeitraum einer Woche. Dazu wurden 60 Studentinnen mit hoher oder niedriger Sozialangst randomisiert einer Videobedingung (Videofeedback vs. Naturvideo) zugeteilt, wobei alle die Aufgabe erhielten, vor laufender Kamera eine fünf minütige Rede zu präsentieren. Es zeigte sich, dass sowohl hoch als auch niedrig sozialängstliche Personen der Videofeedbackgruppe ihre globale Redeleistung nach der Videophase besser beurteilten als Personen der Kontrollbedingung. Darüber hinaus zeigte sich, dass sich die verbesserte globale Redebewertung über den Erhebungszeitraum einer Woche aufrecht hielt. Ein direkter Effekt des Videofeedbacks auf die subjektive emotionale Befindlichkeit und die subjektive physiologische Erregung konnte nicht nachgewiesen werden. Ebenfalls ließ sich kein Einfluss auf das negative Ruminationsausmaß zwei und sieben Tage nach der Hauptuntersuchung feststellen. Im Hinblick auf die kardiovaskuläre Reaktivität konnte kein Einfluss der Sozialangst auf die Ruhe-, Stress- und Erholungsphase gezeigt werden, während in der Redevorbereitungszeit hoch sozialängstliche Probandinnen einen höheren systolischen Blutdruck als niedrig sozialängstliche aufwiesen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass ein Videofeedback eine geeignete Methode zur Verbesserung der eigenen Leistungseinschätzung darstellen kann.

Zusammenfassung (Englisch)

This study examined the influence of trait social anxiety on cardiovascular, affective and cognitive reactions before, during and after a social evaluative stress situation, the holding of a speech. In addition, the direct influence of a video feedback effect with regard to the subjective dimensions, assessment of the speech, emotional state and physiological arousal were reviewed. The extended recording of the video feedback influence with regard to the assessment of the speech and the rumination tendency in the reference period of one week were also of interest. For this purpose, 60 female students categorized as either high or low in social anxiety were assigned at random to a video condition (video feedback vs. nature video), whereby all were given the task of presenting a five-minute speech in front of a rolling camera. It was shown that both people of the video feedback group with a high as well as those with a low level of social anxiety rated their global speaking performance better after the video phase than people of the control condition. In addition, it was shown that the improved global rating of the speech was upheld over the reference period of one week. A direct effect of the video feedback on the subjective emotional state and the subjective physiological arousal could not be proven. No influence on the negative extent of rumination was established two and seven days after the main test either. With regard to the cardiovascular reactivity, no influence of trait social anxiety on the rest, stress and recovery phase could be shown, whereas in the preparation phase of a speech test persons with a high degree of social anxiety had higher systolic blood pressure than those with a low degree of social anxiety. The results indicate that video feedback can be a suitable method to improve a persons own assessment of their performance.