Titelaufnahme

Titel
Berlin in Between : biographische Portraits junger Erwachsener aus Südeuropa mit ,Zwischenwohnsitz' Berlin / vorgelegt von Christine Hoffelner
Verfasser/ VerfasserinHoffelner, Christine
Begutachter / BegutachterinCzejkowska, Agnieszka
Erschienen2015
Umfang132 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2015
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Berlin / Erwachsener <18-25 Jahre> / Südeuropäer / Auslandsaufenthalt / Berlin / Erwachsener <18-25 Jahre> / Südeuropäer / Auslandsaufenthalt / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-84799 Persistent Identifier (URN)
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Berlin in Between [2.41 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Wie im Titel schon angedeutet, zielt das Erkenntnisinteresse dieser Masterarbeit auf den Zustand des ‚Dazwischens‘ junger Südeuropäer_innen ab, die sich für einen neuen Lebensabschnitt in Berlin entschieden haben. Die Fragestellung „Welche neuen Lebensstrategien entwickeln junge Erwachsene aus dem südeuropäischen Raum, welche in Zeiten einer europäischen Wirtschaftskrise nach Berlin ausgewandert sind?“ fußt dabei auf der Vorüberlegung, dass die jungen Menschen aufgrund der europäischen Wirtschaftskrise mit Herausforderungen konfrontiert sind, welche sich vor allem in Form von unsicheren Strukturen in der Gesellschaft und in prekären Situationen am Arbeitsmarkt äußern. Ihr Auslandsaufenthalt wird als eine Bildungsgelegenheit im Sinne Rainer Kokemohrs (2008) verstanden, welcher Bildung als eine Transformation von Selbst- und Weltverhältnissen aufgrund krisenhafter Erfahrungen interpretiert. Dabei wird davon ausgegangen, dass die jungen Menschen durch ihre Emigration lernen, sich an den Anforderungen des Arbeitsmarktes anzupassen und eine mobile und flexible (Über-)Lebensstrategie entwickeln, die sich in weiterer Folge in einer „postmodernen Lebensform“ im Sinne Zygmunt Baumans (2007) äußert. Mit „narrativen Interviews“ (Schütze 1983) werden dabei politische und soziologische Gesellschaftsanalysen mit einer Annäherung an die Lebenswelt ergänzt, um anschließend die daraus gewonnenen Erkenntnisse in Form von Portraits und einem Versuch einer Strategieanalyse einer Generation darzustellen. Dabei wird vor allem eines ersichtlich: Ob als Nomad_innen, Vagabund_innen oder Spieler_innen - das Einsetzen einer „Egotaktik“ (Hurrelmann/Albrecht 2014) kristallisiert sich dabei als eine zwischenzeitliche Strategie der (Über-)Lebenskunst heraus, die als ein Baustein einer langfristigen, pilgerähnlichen Planung zu verstehen ist, deren Ziel es ist, ein möglichst autonomes, stabiles und finanziell abgesichertes Dasein zu erreichen.

Zusammenfassung (Englisch)

As indicated in the title of the Masterthesis the epistemological interest is focused on the state of 'in between' of young Southern Europeans who decided to start a new chapter of their lives in Berlin. The research question "Which new life strategies develop young adults from Southern Europe who emigrated to Berlin in times of an European economic crisis?“ is based on the assumption that in context of the economic crisis the young people have to face challenges which arise in forms of unsteady structures of society and precarious situations on the labour market. Their stay abroad is seen as an opportunity for education in the sense of Rainer Kokemohr (2008) who interpretes education as a transformation of the relations to self and world as a result of critical experiences. The hypothesis relies on the assumption that the young people learn during their emigration to adapt to the conditions of the labour market and develop a mobile and flexible (survival) strategy which is shown in further consequence as a "postmodern lifestyle“ in the sense of Zygmunt Bauman (2007). By using the method of "narrative interviews“ (Schütze 1983) political and sociological analyses of society are complemented with approximations to the lifeworld of the young people. The results are presented in forms of portraits and an effort of an analysis of their strategy. The young Southern Europeans live as nomads, vagabonds and players in Berlin but their lifestyle has to be interpreted as an 'in between tactic‘ which is part of a larger strategy like pilgrims have to reach their aim of an autonomous, stable and financial secured state of living.