Titelaufnahme

Titel
Dein Glück, dass du mich Mütterchen genannt hast : die Darstellung der Frau in deutschsprachigen ungarischen Volksmärchen / vorgelegt von Marta Harrer
Verfasser/ VerfasserinHarrer, Marta
Begutachter / BegutachterinSpörk, Ingrid
Erschienen2015
Umfang111 Bl. : Zsfassung (2 Bl.) ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2015
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Deutsch / Ungarn / Märchen / Frau <Motiv> / Deutsch / Ungarn / Märchen / Frau <Motiv> / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-84774 Persistent Identifier (URN)
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Dein Glück, dass du mich Mütterchen genannt hast [1.18 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Darstellung von Frauengestalten in deutschsprachigen ungarischen Volksmärchen. Ziel der Arbeit war festzustellen, wie ungarische Märchenerzähler die Märchen mit persönlichen Erlebnissen und Erweiterungen beeinflusst haben. Ein besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Darstellung der Frau in diesen Märchen gelegt. Als Ausgangspunkt wurden die Märchensammlungen von Gyula Ortutay und Linda Dégh herangezogen. Beide Märchensammler hatten hervorragende Märchenerzähler, Frau József Palkó und Mihály Fedics, deren Märchen in der Arbeit analysiert wurden. Insgesamt wurden zehn Märchen untersucht.Theoretisch ist die Arbeit in Kategorisierungen der Märchengestalten von Barbara Gobrecht, Heinz Rölleke und Lutz Röhrich eingeteilt welche die Analyse der Frauengestalten unterstützt. Als Ergebnis der Arbeit wird festgestellt, dass es deutliche Unterschiede zwischen den Erzählweisen gibt. Frau Palkó schmückt und erweitert ihre Märchen nach ihrem Geschmack, gibt mütterliche Ratschläge und arbeitet ihre persönlichen Gefühle und Erlebnisse ein. Sie beschreibt die psychischen Zustände und Leidenswege ihrer Heldinnen sehr detailliert und schildert sogar einfache Alltagssituationen über mehrere Seiten.Fedics erweitert seine Märchen auch nach seinem Geschmack, bleibt aber dem ursprünglichem Märchenstil treu. Er beschränkt sich bei der Beschreibung seiner Heldinnen auf eine einfache und nüchterne Erzählweise.Beide Märchenerzähler haben ähnliche Frauengestalten in ihren Märchen dargestellt, was auf ähnliche Lebenssituation und Erfahrungen der Erzähler hinweist. So finden wir Königinnen oder Hexen, die mütterliche Gesichtszüge haben, aber auch Prinzessinnen, die einem Bauernmädchen ähneln.

Zusammenfassung (Englisch)

This work discusses the representation of female figures in German-Hungarian folk tales.The aim of this study was to determine how Hungarian storytellers have influenced fairy tales with personal experiences and extensions. Special attention was given to the representation of women in tales. A major part of research was focused on the works of Gyula Ortutay and Linda Dégh. Both collectors of fairy tales had excellent storytellers, Mrs. József Palkó and Mihály Fedics, whose fairy tales have been analyzed in this work. A total of ten tales were examined.The work is theoretically divided into categorizations of fairytale characters of Barbara Gobrecht, Heinz Rölleke and Lutz Röhrich, which aids to the analysis of female figures.It was discovered that there are significant differences between narratives. Mrs. Palkó decorates and extends her tales to her taste. She gives maternal advice and her personal feelings and experiences are blended in. She describes the mental state and martyrdom of her heroines in a very detailed way and even portrays simple everyday situations over several pages.Mr. Fedics also extends the tales to his likings. But he remains faithful to the original style of the fairytales. He portrays his female characters in a rather simple and sober fashion.Both storytellers have depicted similar female figures in their fairy tales, which indicates similar living conditions and experiences of the narrators. Thus we find queens or witches, which have maternal facial features, but also princesses that are similar to peasant girls.