Titelaufnahme

Titel
Erkennen emotionaler Gesichtsausdrücke in Abhängigkeit verschiedener psychiatrischer Störungen / Christoph Pühringer
Verfasser/ VerfasserinPühringer, Christoph
Begutachter / BegutachterinWeiss, Elisabeth
Erschienen2015
Umfang154 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2015
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Mimik / Wahrnehmung / Psychische Störung / Mimik / Wahrnehmung / Psychische Störung / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-84493 Persistent Identifier (URN)
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Erkennen emotionaler Gesichtsausdrücke in Abhängigkeit verschiedener psychiatrischer Störungen [1.5 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Fähigkeit zur Erkennung emotionaler Gesichtsausdrücke bei Personen mit psychiatrischen Störungen. Hierzu wurden vier klinische Stichproben (Depressive, AlkoholikerInnen, Schizophrene und PatientInnen mit Alzheimer) mit zwei Kontrollgruppen (ältere und jüngere Gesunde) bezüglich der Gesamterkennungsleistung und der Erkennungsleistung der Basisemotionen Freude, Wut, Angst und Trauer, sowie Neutralität, verglichen. Des Weiteren wurde ermittelt, welche dieser Emotionen häufiger fälschlicherweise identifiziert werden, und womit neutrale Gesichtsausdrücke bevorzugt verwechselt werden. Zusätzlich wurde ermittelt, inwieweit die Emotionserkennungsleistung mit der störungsspezifischen Symptomatik zusammenhängt. Bei Schizophrenen und PatientInnen mit Alzheimer zeigte sich eine klar verminderte Gesamtemotionserkennungsleistung, wobei PatientInnen mit Alzheimer die dargebotenen Gesichter häufiger als ängstlich interpretierten, während schizophrene PatientInnen vermehrt Fehlattribuierung mit der Emotion Wut zeigten. Depressive und Ältere wiesen nur eine leicht verminderte Gesamterkennungsleistung auf, wobei kein emotionaler Bias festgestellt werden konnte. Die AlkoholikerInnen unterschieden sich in der Erkennungsleistung nicht von den jüngeren Gesunden. Dies ist nach derzeitigem Wissensstand die erste Studie, die vier verschiedene psychiatrische Störungsbilder hinsichtlich der Erkennungsleistung einzelner Emotionen vergleicht und störungsspezifische Muster in der Emotionserkennung nachweisen konnte.

Zusammenfassung (Englisch)

Previous research could show that patients with psychiatric disorders show deficits in facial affect recognition. However until now only few studies have directly compared emotion recognition deficits in several patients groups with different mental disorders. For this purpose the emotion discrimination ability of four clinical groups (patients with major depression, alcoholism, schizophrenia and Alzheimers disease) and two healthy samples (younger and older people) were contrasted using a computerized task of emotion recognition. Performance measures include the total emotion recognition score, a score for the recognition of each emotion, false positive responses and error patterns. Additionally, the association between clinical measures of the individual groups and emotion recognition performance was assessed. Schizophrenic people and patients suffering from Alzheimers disease showed a significantly reduced ability to recognize facial expressions. In both groups, we found a bias in emotion recognition insofar, as schizophrenics tended to mistakenly label faces as angry, whereas Alzheimer-patients wrongly identified faces as anxious. Depressive and elderly people only had a slightly lower accuracy in recognizing facial expressions and did not show a bias in emotion recognition. The comparison between the samples of alcoholics and young healthy people revealed no performance differences. Taken together, our study could show a specific pattern of emotion recognition deficit in different groups of patients with psychiatric disorders.