Titelaufnahme

Titel
Der Einfluss humanen Serumalbumins auf das Outcome bei Indikationen, die den Einsatz eines Ca2+-Ionophor bedingen / Haid Alexandra
Verfasser/ VerfasserinHaid, Alexandra
Begutachter / BegutachterinEbner, Thomas
Erschienen2015
UmfangXI Bl., Bl. 12-63 : Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Reproduktionsmedizin / Befruchtung / Reproduktionsmedizin / Befruchtung / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-84461 Persistent Identifier (URN)
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Der Einfluss humanen Serumalbumins auf das Outcome bei Indikationen, die den Einsatz eines Ca2+-Ionophor bedingen [2.76 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Trotz der mittlerweile verschiedensten assistierten Reproduktionstechniken (ART) und der nahezu perfekten Zusammensetzung der Kulturmedien kommt es bei manchen Patienten mit wiederholten ICSI Zyklen immer wieder zu verlangsamten oder mäßigen Befruchtungsraten. In vivo wird die vom Spermium freigelassene Phospholipase C Zeta (PLC) für die Aktivierung der Oocyte verantwortlich gemacht. Normalerweise wird dieser Faktor in das Ooplasma ausgeschleust, wodurch Phosphatidylinositol-biphosphat in Diacylglycerin und Inositoltriphosphat (IP3) gespalten wird. Letzteres Molekül bindet an seinen Rezeptor im Endoplasmatischen Retikulum wodurch die Kalziumfreisetzung veranlasst wird, welche in weiterer Folge zu einer Kalziumoszillation führt. Jeder noch so kleine Fehler führt zur Unterbindung der Oszillation und somit zu einem Befruchtungsversagen. Ein weiterer sehr wichtiger Faktor für eine positive Befruchtungsrate ist humanes Serumalbumin, welches mittlerweile fast jedem Kulturmedium und auch jedem Kalziumionophr beigemengt ist. Da humanes Serumalbumin allerdings aus dem Blut anderer Patientinnen gewonnen wird, besteht das Risiko einer Kontamination mit einer Infektiösen Krankheit. Vorgehensweise:Die vorliegende Masterarbeit schildert die Bedeutung von Ca2+ Ionophoren. Mit Hilfe des Ionophors kann der Kalziumspiegel in der Oozyte konstant gehalten werden, wodurch einem Befruchtungsversagen entgegengewirkt werden kann. Ein weiterer Bereich meiner Masterarbeit beschäftigt sich mit der Notwenigkeit von HSA in den Kalziumionophoren. Ergebnis:Die Ergebnisse dieser Masterarbeit zeigen, dass sich das Weglassen von HSA in der Ca2+ Ionophoren Lösung weder negativ auf die Befruchtungsrate und noch auf die Schwangerschaftsrate auswirkt. Grund dafür könnte sein, dass die befruchtet Eizelle nur 15 Minuten in dieser Lösung inkubiert wird. In den Kulturmedien, in welche der Embryo bis zum Transfer inkubiert wird, ist schließlich ausreichend HSA vorhanden.

Zusammenfassung (Englisch)

Background: Despite the different types of treatment options that assisted reproductive technology (ART) has to offer, and the almost optimised culture media available, there are still patients where delayed or decreased rates of fertilisation become apparent over a number of ICSI cycles. In vivo, phospholipase C zeta, which is excreted by the sperm, is thought to be responsible for oocyte activation. Normally this substance is released into the ooplasm where phosphatidylinositol-bisphosphate is then split into diacylglycerine and inositol triphosphate (IP3). The latter molecule then binds to its receptor in the endoplasmic reticulum, thereby initiating the release of calcium and starting off a calcium oscillation. Even a tiny error in this process will prevent this oscillation from being initiated and will therefore result in failed fertilisation.Another very important factor required for successful fertilisation is human serum albumin. Nowadays, human serum albumin is included in nearly all culture media and calcium ionophores available. However, as serum albumin is obtained from the blood of patients, there is always the risk of contamination with an infectious disease.Approach:This Master thesis portrays the importance of Ca2+ ionophores. With the help of the ionophore, the calcium level within the oocyte can be maintained and can thereby decrease the chances of a failed fertilisation. Furthermore, my Master thesis covers the necessity of HSA in calcium ionophores.Result: The results of this Master thesis show that omitting HSA from the Ca2+ ionophore solution does not have a negative impact on fertilisation or pregnancy rates. A reason for this could be that the fertilised oocyte is only incubated in the solution for 15 minutes. The culture medium, in which the embryo is incubated in until the time of the transfer, contains a sufficient amount of HSA.