Titelaufnahme

Titel
Die Geschichte, die ich hier erzähle, ist eine Pulverlandgeschichte : das Jahr 1945 in Christine Nöstlingers Jugendroman "Maikäfer, flieg!" / vorgelegt von Marlene Ornik
Verfasser/ VerfasserinOrnik, Marlene
Begutachter / BegutachterinReisinger, Nikolaus
Erschienen2015
UmfangV, 108 Bl. : Zsfassung (2 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2015
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Nöstlinger, Christine <Maikäfer flieg!> / Wien <Motiv> / Luftangriff <Motiv> / Geschichte 1945 / Nöstlinger, Christine <Maikäfer flieg!> / Wien <Motiv> / Luftangriff <Motiv> / Geschichte 1945 / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-84321 Persistent Identifier (URN)
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Zusammenfassung (Deutsch)

Christine Nöstlinger zählt zu den einflussreichsten Kinder- und JugendbuchautorInnen des deutschsprachigen Raums und publizierte seit 1970 an die 150 Werke. Mit ihrer realitätsnahen Art zu schreiben und ihrem emanzipatorisch selbstbestimmten Kinderbild schlug die Autorin schon frühzeitig in ihrem literarischen Schaffen einen Ton an, der für die Kinder- und Jugendliteraturszene neu war. Auch ihrem autobiographisch geprägten Jugendroman „Maikäfer, flieg!“, der von der Kindheit der jungen Christine im Wiener Arbeiterviertel Hernals der Kriegs- und frühen Nachkriegszeit erzählt, wurde anfangs mit Skepsis begegnet. Das 1973 erschienene Werk ist jedoch von hoher zeitgeschichtlicher Relevanz, da es auf den in Österreich damals vorherrschenden Antikommunismus mit einem Perspektivenwechsel in Bezug auf die Wahrnehmung der russischen Besatzung antwortete. Im Zuge der Diplomarbeit werden die im Buch auftretenden historischen Phänomene herausgearbeitet und darauf untersucht, inwiefern sich in Hinblick auf das reale Jahr 1945 in Wien Konvergenzen bzw. Divergenzen feststellen lassen. Der zeitgeschichtliche Hintergrund des Jugendromans bezieht sich im Wesentlichen auf die Geschehnisse im Frühjahr und Sommer des Jahres 1945 in Wien. Zentrale Themen stellen die Luftangriffe der Alliierten und der damit einhergehende Überlebenskampf in den Bunkern, der Alltag zwischen Hungern, Hamstern und Tauschgeschäften sowie die ankommende sowjetische Besatzung und das Zusammenleben mit russischen Soldaten dar. Dem Klischee der „schrecklichen Russen“ stellt die Autorin das Bild des gutmütigen Besatzungsmitgliedes Cohn gegenüber, zu dem die junge Christine im Buch eine enge Freundschaft aufbaut. Abgerundet wird die Auseinandersetzung mit den Ereignissen rund um das Jahr 1945 in „Maikäfer, flieg!“ durch ein eigens geführtes Interview mit Christine Nöstlinger, in dem sie sich ausführlich zum Kriegsalltag, der Sichtweise eines Kindes auf die Geschehnisse und dem Russenbild äußert.

Zusammenfassung (Englisch)

Christine Nöstlinger is one of the most influential authors of childrens- and youth-books in german-speaking areas and since 1970 she has published around 150 writings. With her realistic writing style and her emancipatory and autonomous portrait of children, she adopted a tone in her literary canon, which was innovative for the childrens- and youth-book scene. Her autobiographically coined youth-novel “Maikäfer, flieg!”, which deals with young Christine in Viennas working district Hernals during the war- and early post war era, was at first received skeptically. However, the novel from 1973 is one of high contemporary historical relevance, as it answered to the prevalent anti-communism in Austria with a change in perspective with regard to the perception of the Russian occupying forces. In this diploma thesis the historical phenomena portrayed in the book will be revealed and analysed for convergences and divergences with regard to the real year 1945 in Vienna. The contemporary historical background of this youth-novel essentially refers to the events of spring and summer 1945 in Vienna. Central themes constitute of the airstrikes of the allied troops and the resulting strive for survival of the Viennese people in the bunkers, their everyday life filled with hunger, panic buying and bartering, as well as the arriving Russian occupying forces and the communal life with them. The cliché of the “awful Russian” is contrasted by the authors picture of the indulgent Russian soldier Cohn, with whom young Christine builds up a deep friendship in the novel. The thesis will finish off with an analysis of the events around the year 1945 in “Maikäfer, flieg!”. This will be achieved through an especially executed interview with Christine Nöstlinger, in which she extensively utters her experiences during war, the viewpoint of a child on the events, and the picture of Russians at the time.