Titelaufnahme

Titel
Formen und Funktionen filmischen Schreibens im italienischen Roman der Postmoderne am Beispiel von Andrea De Carlos "Uccelli da gabbia e da voliera" und Antonio Tabucchis "Notturno indiano" / vorgelegt von Nina Elisabeth Schumi
Verfasser/ VerfasserinSchumi, Nina Elisabeth
Begutachter / BegutachterinKnaller, Susanne
Erschienen2015
UmfangVI, 148 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2015
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)De Carlo, Andrea <Uccelli da gabbia e da voliera> / Tabucchi, Antonio <Notturno indiano> / Erzähltechnik / Film / Intermedialität / De Carlo, Andrea <Uccelli da gabbia e da voliera> / Tabucchi, Antonio <Notturno indiano> / Erzähltechnik / Film / Intermedialität / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-84214 Persistent Identifier (URN)
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Formen und Funktionen filmischen Schreibens im italienischen Roman der Postmoderne am Beispiel von Andrea De Carlos "Uccelli da gabbia e da voliera" und Antonio Tabucchis "Notturno indiano" [1.12 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Seit seiner Erfindung stand der Film in einem kontinuierlich stärker werdenden Wechselverhältnis mit der Literatur. Autoren verarbeiteten das neue Medium thematisch in ihren Werken und bereicherten sich an dessen Ästhetik, ebenso wie sich auch der Film an der Literatur zu orientieren suchte. Um festzustellen, welche konkreten Manifestationsformen dieses filmischen Einflusses in den italienischen Romanen der 1980er Jahre nachzuweisen sind, wurden im Rahmen dieser Diplomarbeit Andrea De Carlos Uccelli da gabbia e da voliera sowie Antonio Tabucchis Notturno indiano auf filmische Bezüge untersucht. Der theoretische Teil umfasst 1. eine Einführung in das Konzept der Intermedialität, 2. eine Beschreibung des filmischen Mediums in Hinblick auf dessen historische Entwicklung und ästhetische Eigenheiten, 3. eine vergleichende Gegenüberstellung filmischer und literarischer Vermittlungsmethoden und 4. eine Darstellung der für die Literaturproduktion der 1980er Jahre relevanten sozio-kulturellen Bedingungen. Welche Arten von filmischen Bezügen die ausgewählten Romane aufweisen und auf welchen textstrukturellen Ebenen diese nachgewiesen werden können, wurde in der darauffolgenden Analyse dargelegt, mit dem Ergebnis, dass in Uccelli da gabbia e da voliera eine durchgehende Bezugnahme auf das filmische System auf sämtlichen textstrukturellen Ebenen zu verzeichnen ist und De Carlo somit ein „filmischer“ Schreibstil zugesprochen werden kann. Tabucchi hingegen bedient sich in Notturno indiano Vermittlungsmethoden, die zwar strukturelle Ähnlichkeiten zur Film aufweisen, jedoch nicht genuin filmisch sind, weshalb der Roman lediglich als filmanalog auszuweisen ist.

Zusammenfassung (Englisch)

Ever since the motion-picture camera was invented, the film has been closely interrelated with literature. Not only did writers treat the new medium in their works, but they were also inspired by its specific mode of representation and tried to adopt filmic techniques in their writings. This thesis aims at examining how this cinematic influence is manifested in postmodern Italian fiction by analysing two Italian novels, namely Andrea De Carlos Uccelli da gabbia e da voliera and Antonio Tabucchis Notturno indiano. The theory part contains, firstly, a short introduction to intermediality, secondly, a detailed description of the filmic medium regarding its historical development as well as aesthetic features, thirdly, a comparative discussion of cinematic and literary discourse and, lastly, a summary of the socio-cultural conditions that had a major impact on literature during the 1980ies. The subsequent analysis showed that Uccelli da gabbia e da voliera features filmic references on any textual level throughout the whole novel, which is why it can be considered „cinematic“. Tabucchi, by contrast, solely uses literary structures that resemble filmic techniques, but are not genuinely cinematic. Hence, Notturno indiano cannot be classified as a „cinematic“ novel.