Titelaufnahme

Titel
Der Sanierungsplan des GmbH-Gesellschafters im System der Kapitalaufbringung / vorgelegt von Daniela Woschitz
Verfasser/ VerfasserinWoschitz, Daniela
Begutachter / BegutachterinSchummer, Gerhard
Erschienen2015
UmfangVII, 64 Bl. : Zsfassung (1 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / GmbH / Kapitalaufbringung / Insolvenz / Österreich / GmbH / Kapitalaufbringung / Insolvenz / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-84077 Persistent Identifier (URN)
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Der Sanierungsplan des GmbH-Gesellschafters im System der Kapitalaufbringung [0.73 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das System der Kapitalaufbringung schützt die GmbH vor einem Ausfall der noch offenen Stammeinlage im Fall der Insolvenz eines Gesellschafters. Die Gesellschaft kann den betroffenen Geschäftsanteil kaduzieren und anschließend die Rechtsvorgänger zur Haftung heranziehen oder die Anteilsverwertung vornehmen sowie die Haftung der Mitgesellschafter geltend machen. Vergleichsweise kompliziert gestaltet sich hingegen die Rechtslage im Fall des Abschlusses eines Sanierungsplans durch einen Gesellschafter. Wegen der damit einhergehenden Restschuldbefreiung reduziert sich der Anspruch der Gesellschaft auf Leistung der noch offenen Stammeinlage auf die im Sanierungsplan vorgesehene Quote. Zudem kommt in diesem Fall die Kaduzierung des betroffenen Geschäftsanteils wegen des erlittenen Ausfalls des Stammkapitals nicht mehr in Betracht. Folglich kann der Abschluss eines Sanierungsplans die Kapitalaufbringung der GmbH beeinträchtigten. In diesem Kontext wird der Konflikt zwischen gesellschaftsrechtlichen und insolvenzrechtlichen Prinzipien deutlich. Die vorliegende Arbeit befasst sich daher mit den Wechselwirkungen von Gläubigerschutzbestimmungen des GmbHG zur Sicherung der Kapitalaufbringung und den Bestimmungen im Zusammenhang mit der Sanierung eines Gesellschafters. Neben der Zulässigkeit des gerichtlichen Sanierungsplans in Bezug auf das gesellschaftsrechtliche Erlassverbot sowie hinsichtlich der Vorschriften über die Kapitalherabsetzung, wird die Pflicht des zuständigen Organs zur Verhinderung der Sanierungsplanwirkungen beurteilt. Des Weiteren wird die Haftung der Rechtsvorgänger und Mitgesellschafter für den Kapitalausfall der Gesellschaft in die Diskussion miteinbezogen.

Zusammenfassung (Englisch)

In case of a shareholder`s insolvency, the capital payment system resulting from respective requirements of the Austrian Limited Liability Company (LLC) Act (GmbHG) protects LLCs from not receiving payments for outstanding shares from its shareholders. The company may forfeit affected shares and then hold the legal predecessors liable, sell these shares again, or hold the other non-insolvent shareholders responsible for the outstanding share payments that could otherwise be lost. However, if an insolvent LLC-shareholder is granted a recovery plan, the legal position will prove more complicated. In this case, the reduction of the insolvent shareholders residual debt will decrease the LLC`s claim for payment of his outstanding shares to the quota resulting from the recovery plan. Moreover, the legal option of forfeiting the respective shares is no longer in existence if a recovery plan is granted. Hence, a shareholder`s recovery plan may undermine the LLC`s capital-payment claims against this shareholder. In this context, the conflict between principles in corporate and insolvency law becomes apparent. Therefore, this thesis deals with the interplay of creditor protection rules included in the GmbHG and rules meant to facilitate shareholder`s recovery after insolvency. In addition to discussing the legal legitimacy of a recovery plan against the background of the prohibition of remitting payments of shares in corporate law as well as capital reduction rules, I will assess whether respective company bodies are required to undertake reasonable actions to potentially prevent the effects from a shareholder`s recovery plan. Furthermore, the accountability of the insolvent shareholders legal predecessors and his co-shareholders, who could both be made responsible for the LLCs loss of share capital, are discussed.