Bibliographic Metadata

Title
Eine neue Aufgabenkultur durch Bildungsstandards : das Aufgabenitem „Multiple-Choice“ der standardisierten Reifeprüfung im Unterrichtsfach Mathematik ; eine zusätzliche Hürde? / vorgelegt von Katharina Lind
AuthorLind, Katharina
CensorThaller, Bernd
Published2015
Description142 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; graph. Darst.
Institutional NoteGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2015
Annotation
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (GND)Bildungsstandard / Mathematikunterricht
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-84046 Persistent Identifier (URN)
Restriction-Information
 The work is publicly available
Files
Eine neue Aufgabenkultur durch Bildungsstandards [2.44 mb]
Links
Reference
Classification
Abstract (German)

Im Rahmen der zahlreichen Bildungsreformen, die in den vergangenen Jahren in Österreich stattgefunden haben, wurde auch die Matura gänzlich überarbeitet. Die neue Reifeprüfung wird im aktuellen Schuljahr (2014/15) erstmals standardisiert an allen Allgemeinbildenden Höheren Schulen (AHS) abgehalten. In dieser Diplomarbeit werden die standardisierte kompetenzorientierte Reifeprüfung und die ihr zugrundeliegenden Bildungsstandards im Unterrichtsfach Mathematik behandelt. Das Augenmerk liegt hierbei vor allem auf den verschiedenen Antwortformaten, durch die sich die neue Reifeprüfung stark von der bis jetzt üblichen Matura abgrenzt. Im Besonderen wird das Multiple-Choice-Format betrachtet, da dieses sowohl an AHS als auch an Berufsbildenden Höheren Schulen (BHS) zur Anwendung kommt und immer wieder kritisch betrachtet worden ist. Im theoretischen Teil wird verstärkt auf die AHS Bezug genommen, da die empirische Untersuchung ebenfalls an einer AHS stattgefunden hat. Das Ziel der empirischen Untersuchung ist es, eine Aussage über die Forschungsfrage „Stellt das Aufgabenitem Multiple-Choice der standardisierten Reifeprüfung im Fach Mathematik eine zusätzliche Hürde dar?“zu treffen. Hierfür wurden zwei äquivalente Klassen einer AHS Oberstufe ausgewählt, wobei eine Klasse offene Aufgaben und die andere entsprechende Multiple-Choice-Aufgaben bearbeiten musste. Die Beispieltypen werden einander gegenübergestellt und das Vorhandensein der Hauptgütekriterien empirischer Tests (Objektivität, Reliabilität und Validität) wird behandelt. Mithilfe der gesammelten Daten konnte festgestellt werden, dass die Lernenden bei der Bearbeitung von Multiple-Choice-Aufgaben zumindest gleich erfolgreich wie beim Lösen konventioneller Beispiele sind. Das Multiple-Choice-Format stellt somit, für die untersuchte Stichprobe, keine zusätzliche Hürde der Reifeprüfung dar.

Abstract (English)

In the last few years the Austrian education system has often been reformed. The school leaving examination has been remodelled in favour of a standardised test for all schools of the country. In the current academic year of 2014/15 all students will have to take the new school leaving examination for the first time. This thesis discusses the innovative school leaving examination in mathematics and the scholastic standards, which form the basis of the new standardised test. In particular, the new tasks that were not used in previous tests are analysed. In the centre of interest are the three different types of multiple-choice-tasks, which are used in the new school leaving examination. The practical part of this thesis addressed the following research question: “Do multiple-choice-tasks make the school leaving examination even more difficult?” The study was conducted in an Austrian high school during several mathematic lessons. In total, 40 students from two different classes participated in this survey. While pupils of one class took a test which consisted of open format tasks, the students of the second class solved equivalent multiple-choice-tasks. It was of great importance to select two classes with nearly equal achievements in order to get two spot checks that can easily be compared. The different exercise tasks are examined for objectivity, reliability, and validity, which are the main criteria for empirical studies. Furthermore, the open format tasks and the multiple-choice-tasks are compared in order to explain how the equivalence was created. The results of the survey revealed that students were at least as successful in solving open format tasks as in working on multiple-choice-tasks. It can therefore be argued that multiple-choice-tasks do not make the school leaving examination more difficult.