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Title
Geschlecht, Macht und die Gestaltung des öffentlichen Raumes von Frauen in der Habsburgermonarchie und im Osmanischen Reich : ein Vergleich zwischen Erzherzogin Maria von Innerösterreich, Valide Nurbanu Sultan und Valide Safiye Sultan im Konfessionalisierungszeitalter / vorgelegt von Angelika Hausegger
AuthorHausegger, Angelika
CensorHermanik, Klaus-Jürgen
Published2015
Description108 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; Ill.
Institutional NoteGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2015
Annotation
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (GND)Maria Anna <Österreich, Erzherzogin, 1551-1608> / Nūr Bānū <Osmanisches Reich, Wālide Suḷtān> / Macht / Maria Anna <Österreich, Erzherzogin, 1551-1608> / Nūr Bānū <Osmanisches Reich, Wālide Suḷtān> / Macht / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-83966 Persistent Identifier (URN)
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Geschlecht, Macht und die Gestaltung des öffentlichen Raumes von Frauen in der Habsburgermonarchie und im Osmanischen Reich [1.41 mb]
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Abstract (German)

Die Diplomarbeit beschäftigt sich mit drei Frauen aus den Dynastien der Habsburger und der Osmanen Erzherzogin Maria von Innerösterreich, Valide Nurbanu Sultan und Valide Safiye Sultan , die das religionspolitische und kulturelle Leben während des Konfessionalisierungszeitalters im 16. und 17. Jahrhundert in den jeweiligen Reichen wesentlich mitgestalteten. Dabei stehen Fragen nach Ähnlichkeiten und Divergenzen in ihren machtpolitischen Möglichkeiten und ihren Strategien ebenso wie in ihrem Mitwirken bei der Gestaltung des öffentlichen Raumes in den Residenzstädten Graz und Istanbul im Zentrum.Durch die Methode des historischen Vergleichs und durch Fachliteratur, die ich in Österreich und in Istanbul gesammelt habe, konnte gezeigt werden, dass die Ähnlichkeiten durchaus überwogen: Alle drei Frauen verfügten etwa über ein Netzwerk, beteiligten sich an der Diplomatie ihrer Reiche und vertraten ihre Söhne während deren Abwesenheit als Regentinnen. Ebenso ließen sich Ähnlichkeiten zwischen dem ‚Frauenzimmer und dem harem sowie zwischen dem ‚Hoforatorium und dem ‚royalen Pavillon (hünkâr kasrı) nachweisen.Die Analysen im Rahmen des place brandings ergaben, dass sich die drei Frauen bei ihren sakralen Stiftungen dem Klarissenkloster und der St.-Johann-und-Paul-Kirche in Graz, dem Atik Valide sowie dem Yeni Valide Moscheekomplex in Istanbul in ähnlicher Weise der Architektur bedienten, mit deren Hilfe sie den öffentlichen Raum mitgestalteten und den Herrschaftsanspruch ihrer jeweiligen Dynastie ebenso unterstrichen, wie ihre eigene Machtposition betonten. Im Zuge der Arbeit wurde ein bis dato wenig beachtetes Gemälde des Schutzmantelmadonna-Typus, das in der St.-Johann-und-Paul-Kirche hängt, analysiert und in einen Zusammenhang mit dem Osmanischen Reich gebracht. Ein derartiger Vergleich zwischen Frauen aus der Habsburgermonarchie und dem Osmanischen Reich erschließt damit zentrale Aspekte der Geschlechtergeschichte während des Konfessionalisierungszeitalters.

Abstract (English)

This thesis focuses on three women of the Habsburg and Ottoman Dynasties Archduchess Maria von Inner Austria, Valide Nurbanu Sultan and Valide Safiye Sultan , who crucially shaped the religio-political and cultural life in each of their empires during the Age of Confesssionalization in 16th and 17th century. Questions about similiarities and divergences in their power-political possibilities and the strategies they used, as well as how they shaped the design of public space in the cities of Graz and Istanbul are essential aspects analyzed in this thesis. Through the use of professional literature personally gathered in Austria and Istanbul, along with the use of historical comparison methodology, it can be argued that the similarities between the three rulers outweighed the differences: All three women had a network of their demand, engaged in the diplomacy for their empires and represented their sons as regents during their absences. Striking similarities could be also found between the so-called “Frauenzimmer” and the harem as well as between the “Hoforatorium” and the “royal pavilion” (hünkâr kasrı).A method utilizing place branding revealed that for their foundations the Convent of the Clarissines and the St.-John-and-Paul-Church in Graz as well as the Atik Valide and the Yeni Valide Mosque Complex in Istanbul all three women used sacred architecture in similar ways to design the public space in order to demonstrate the power of their dynasties as well as to emphasize their own positions. During the research for this thesis a relatively unknown painting that depicts a Virgin of Mercy-type was discovered and connected to the Ottoman Empire in a broader context. Such a comparison between women of the Habsburg Monarchy and the Ottoman Empire reveals central aspects of Gender Studies during the Age of Confessionalization.