Titelaufnahme

Titel
Nichtigkeit und Anfechtung von Rechtsgeschäften in historisch-rechtsvergleichender Sicht / vorgelegt von Markus Rainer
Verfasser/ VerfasserinRainer, Markus
Begutachter / BegutachterinWesener, Gunter
Erschienen2014
Umfang81 Bl. : Zsfassung (1 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Römisches Recht / Rechtsgeschäft / Anfechtung / Römisches Recht / Rechtsgeschäft / Anfechtung / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-83943 Persistent Identifier (URN)
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Nichtigkeit und Anfechtung von Rechtsgeschäften in historisch-rechtsvergleichender Sicht [0.57 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema Nichtigkeit und Anfechtbarkeit von Rechtsgeschäften. Die Analyse startet im römischen Recht, dem eine Ungültigkeitslehre an sich noch fremd war. Die Römer hatten aber durchaus schon bereits einzelfallbezogene Regelungen getroffen. War es am Anfang vor allem die zivile Nichtigkeit, die das Bild prägte, so wurde, angetrieben durch die prätorische Rechtsentwicklung, das Anfechtungsrecht allmählich stärker ausgeprägt. In den darauf folgenden Jahrhunderten passierte relativ wenig, was die Befassung mit der Unwirksamkeitslehre betrifft. Erst das Naturrecht, mit seiner Rechtsgeschäftslehre, und die Kodifikationen jener Zeit haben dann neuen Schwung in die Unwirksamkeitslehre gebracht. In meiner Arbeit werden die einzelnen Nichtigkeits- und Anfechtungstatbestände der frühen Kodifikationen, wie zum Beispiel dem Codex Maximilianeus oder dem preußischen Allgemeinen Landrecht bis hin zum österreichischen ABGB herausgearbeitet. Der entscheidende Durchbruch gelang dann durch die Lehren von Savigny, Puchta, Windscheid und Dernburg, die auch die Entstehungsgeschichte des BGB diesbezüglich stark beeinflussen sollten. Abschließend wird dann die aktuelle österreichische Ungültigkeitslehre herangezogen, deren wesentliche Auffassung sich immer noch mit jener des Gesetzgebers 1811 zu decken scheint.

Zusammenfassung (Englisch)

The thesis at hand deals with nullity and avoidance of legal transactions. The analysis starts in the Roman Law. Though, an actual science of legal invalidity was unforeign at that time. Nevertheless Romans had indeed accomplished certain casuistic provisions relating to that matter. At the beginning, civil nullity was the dominant picture but, supported by praetorian development of law, avoidance became increasingly more distinct. In the subsequent centuries there had not been any considerable developments in the analysis of invalidity. Natural law, with its theory of legal transactions, and the codifications at that time accomplished a new momentum to the invalidity. This paper lists the facts of nullity and avoidance found in the early codifications, like the Codex Maximilianeus or the Prussian Civil Code, right up to the Austrian General Civil Code. Following this, the doctrines of Savigny, Puchta, Windscheid and Dernburg, that had an important impact on the origin of the German Civil Code, managed a decisive breakthrough in the examined matter. Finally the current Austrian theory of invalidity is dealt with, which core assertions still correspond to those made from the historical legislator of 1811.