Titelaufnahme

Titel
Handlungsempfehlungen für Leitungsorgane von Kreditinstituten im Zusammenhang mit Cash Pooling / eingereicht von Walter Lackner
Verfasser/ VerfasserinLackner, Walter
Begutachter / BegutachterinJud, Waldemar ; Schummer, Gerhard
Erschienen2014
UmfangXI, 249 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Diss., 2015
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Cash-Pooling / Kreditinstitut / Cash-Pooling / Kreditinstitut / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-83836 Persistent Identifier (URN)
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Handlungsempfehlungen für Leitungsorgane von Kreditinstituten im Zusammenhang mit Cash Pooling [2.35 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die gegenständliche Arbeit betrachtet die Finanzdienstleistung Cash Pooling aus dem Blickwinkel eines Kreditinstitutes. Im Fokus steht die Frage, ob das Anbieten dieser Finanzdienstleistung für ein Kreditinstitut mit Risiken verbunden ist sowie ob und wie Risikooptimierung und minimierung möglich sind. Als zentrale rechtliche Problemlagen des effektiven Cash Poolings werden das Verbot der Einlagenrückgewähr sowie das Eigenkapitalersatzrecht beschrieben. Besonderes Augenmerk wird auf die Darstellung der auf verschiedensten rechtlichen Grundlagen beruhenden Aufklärungs-, Sorgfalts- und sonstigen Pflichten von Kreditinstituten gegenüber Firmenkunden gelegt. Zwar kann grundsätzlich festgestellt werden, dass der Sorgfaltsmaßstab von Kreditinstituten gegenüber Firmenkunden jedenfalls ein hoher ist, eine allgemeine Antwort auf Zeitpunkt und Umfang der entsprechenden Pflichten ist jedoch insbesondere aufgrund der Einzelfallbezogenheit der höchstrichterlichen Judikatur nicht möglich. Vor diesem Hintergrund kommt der Ausgestaltung der Cash Pooling-Vereinbarung zwischen Kreditinstitut und Firmenkunde, von der fünf verschiedene Varianten untersucht werden, umso größere Bedeutung zu. Auf die allgemeine Beschreibung der einzelnen Varianten folgt ein Stress-Test mit drei Szenarien des Eintritts verschiedener Schadensfälle (unzulässige Überweisungen werden durchgeführt; eine Konzerngesellschaft bricht zusammen; ein gesamter Konzern bricht zusammen), sodass in Summe fünfzehn Szenarien dargestellt werden. Die getroffenen Schlussfolgerungen werden in einer Übersichtstabelle veranschaulicht und mit konkreten Empfehlungen für die risikooptimierende Vertragsgestaltung verbunden. Schließlich werden vier von Kreditinstituten in Österreich verwendete Cash Pooling-Verträge untersucht, um Rückschlüsse auf den aktuellen Marktstandard zu ziehen.

Zusammenfassung (Englisch)

The respective thesis is dealing with the financial service Cash Pooling from the perspective of a Financial Institution. The focus is lying on the question whether the offering of that financial service is connected with risks as well as whether and how risk optimization and minimization are possible. As the most important potential sources of legal issues concerning effective Cash Pooling the interdiction of unlawful financial assistance as well as the Austrian Equity Substitution Law are described. Special attention is paid to the presentation of information duties, diligence duties and other duties of Financial Institutions towards Corporate clients based on various legal foundations. Even though it can be generally stated that the standard of care of Financial Institutions towards Corporate clients is rather high a general answer on the point in time and the scope of the respective duties cannot be provided especially because of the focus of high court decisions on the circumstances of individual cases. Provided that background the contract design of Cash Pooling agreements between Financial Institution and Corporate client is of high importance. Five different contract designs are analyzed. The general description of the respective five contract designs is followed by a stress-test with three scenarios of different damage events (unlawful bank transfers are conducted; one corporation within a group of companies defaults; an entire group of companies defaults), therefore in total fifteen scenarios are described. The drawn conclusions are illustrated in a synoptical table. Furthermore specific recommendations for a risk-optimizing contract design are provided. Ultimately four Cash Pooling-contracts used by Financial Institutions in Austria are analyzed in order to draw conclusions on the current market standard.