Titelaufnahme

Titel
Die Übergehung von Pflichtteilsberechtigten in letztwilligen Verfügungen / vorgelegt von Thomas Sadjak
Verfasser/ VerfasserinSadjak, Thomas
Begutachter / BegutachterinFerrari, Susanne
Erschienen2015
UmfangVIII, 68 Bl. : Zsfassung (1 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Pflichtteilsanspruch / Testament / Erbrecht / Österreich / Pflichtteilsanspruch / Testament / Erbrecht / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-83807 Persistent Identifier (URN)
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Die Übergehung von Pflichtteilsberechtigten in letztwilligen Verfügungen [0.7 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Verfasst der Erblasser vor seinem Ableben eine letztwillige Verfügung, in welcher er bestimmte Personen als seine Erben einsetzt, ist diesem letzten Willen Folge zu leisten. Einzige Einschränkung ist das Pflichtteilsrecht, wodurch nahen Angehörigen, wie zum Beispiel seinen Kindern oder dem Ehegatten, ein bestimmter Anteil am Nachlass gesichert wird. Keinerlei Schwierigkeiten ergeben sich, wenn dem Erblasser die Existenz aller Kinder bekannt war.Doch man stelle sich den Fall vor, dass dem Erblasser das Dasein eines Kindes im Zeitpunkt der letztwilligen Verfügung nicht bekannt war und es aus diesem Grund im Testament keine Erwähnung findet. Darüber hinaus kann es vorkommen, dass dem kinderlosen Erblasser erst nach der Erklärung des letzten Willens ein Kind geboren wird, für welches er keine Vorsehung getroffen hat. Hier stellt sich die Frage, wie viel bzw ob das übergangene Kind überhaupt etwas aus dem Nachlass erhält. In diesem Fall enthalten die §§ 777 f ABGB spezielle Vermutungsregeln.Schwierigkeiten ergeben sich auch in der Konstellation, dass das Kind des Erblassers in der letztwilligen Verfügung irrtümlich übergangen wurde, vor dem Erblasser verstirbt und Nachkommen hinterlässt. Zu klären ist, ob die Nachkommen des Kindes die Möglichkeit haben, das verstorbene Kind zu repräsentieren um einen Anteil des Nachlasses des Erblassers zu erhalten und falls dies möglich ist, wie viel ihnen zustehen würde.Diese Diplomarbeit beschäftigt sich mit dem Thema der Übergehung von Pflichtteilsberechtigten in letztwilligen Verfügungen. Das Ziel dieser wissenschaftlichen Arbeit ist es, die Paragraphengruppe §§ 776-782 ABGB näher zu beleuchten und auf Schwierigkeiten, welche diese Übergehungstatbestände aufweisen, näher einzugehen. Auf Grund dessen, dass jene Paragraphen zusammenhängen, was in den Kommentaren zum Teil nicht anschaulich dargestellt wird, bezweckt diese Arbeit des Weiteren, eine klare Struktur zu schaffen.

Zusammenfassung (Englisch)

If the testator draws up a premortal testamentary disposition, in which he appoints specific persons as his heirs, it is legally binding. The only limitation is the right to a compulsory portion. According to this, law secures a certain portion of the estate to the immediate family, like his children or the spouse. There are no difficulties if the testator knows about all his offspring.But it could be possible, that the testator did not know about the existence of one of his children at the time, when he has drawn up the testamentary disposition and therefore the child is not mentioned in the testamentary disposition. Difficulties could also arise, when the testator has written his testamentary disposition and after that another child was born and the testator did not regard it in his testamentary disposition. The question in dispute is, whether the pretermitted child has the opportunity to inherit at all and how much he receives eventually. In that case the §§ 777 f ABGB contain special applicable assumption norms.Difficulties arising also in the case, that the child of the testator is being pretermitted erroneous and predeceased the testator including bequeath offspring. It is to be clarified, whether the offspring of the child are able to represent the child to obtain a portion out of the estate and, if this would be possible, how much it be due to them.This thesis deals with the topic of pretermission of persons who are entitled to a compulsory portion in testamentary disposition. The aim of this thesis is to examine the group of paragraphs §§ 776 782 ABGB and to dwell on difficulties, which go along with this statements of facts. Furthermore another aim of this degree dissertation is to achieve a clear and well-defined structure of the connection and the commonalities of these paragraphs, because it is not clearly illustrated in the law commentaries.