Titelaufnahme

Titel
Ekelambiguität bei Männern / Michaela Hinterhofer
Verfasser/ VerfasserinHinterhofer, Michaela
Begutachter / BegutachterinSchienle, Anne
Erschienen2015
Umfang119 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2015
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Mann / Mimik / Ekel / Mann / Mimik / Ekel / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-83719 Persistent Identifier (URN)
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Ekelambiguität bei Männern [6.28 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Im Alltag ist der Mensch in vielerlei Hinsicht mit Situationen konfrontiert deren Stimuli nicht immer klar und eindeutig sind, sondern vielseitig und mehrdeutig wie zum Beispiel unterschiedliche Gesichtsmimik, die Ausdruck verschiedener Emotionen ist. Ziel der vorliegenden Studie war es zu untersuchen inwieweit die Ekelempfindlichkeit einen Einfluss auf die Wahrnehmung von uneindeutigen Situationen mit multiplen emotionalen Stimuli hat. Um dieser Frage nachzugehen, wurde eine Serie an Entscheidungsexperimenten an einer nicht klinischen Stichprobe (Einzeltestungen an 54 Männern) durchgeführt. Die Männer waren zwischen 20 und 33 Jahre alt. Die Entscheidungsaufgaben enthielten multiple affektive Gesichtsausdrücke, die entweder uneindeutig (50% Ekel, 50% Freude) oder eindeutig (20% Ekel, 80% Freude bzw. 20% Freude und 80% Ekel) anhand von Matrizen präsentiert wurden. Darüber hinaus gab es das emotionale Szenenexperiment, welches sich nur hinsichtlich des verwendeten Bildmaterials (z.B. ein Teller voll Maden) von dem Gesichtsexperiment unterschied. Die Anforderung an die Untersuchungsteilnehmer war es, unter Zeitdruck die dominierende Emotion möglichst präzise zu identifizieren. Die Ergebnisse zeigten, dass es in uneindeutigen Situationen mit multiplen affektiven Entscheidungsaufgaben zu einer deutlichen Überschätzung zugunsten der Emotion Ekel kommt. Das bedeutet, dass bei den mehrdeutigen Gesichtsausdrücken 56% und bei den Szenen 67% Ekel identifiziert wurde. Diese Resultate lassen somit auf einen Ekelbias, einer Verzerrung zugunsten des Ekels schließen. Der Ekelbias lässt sich unter anderem durch die die Negativitätshypothese (negative Stimuli dominieren über positive Stimuli) erklären.

Zusammenfassung (Englisch)

In everyday situations people are confronted with various stimuli, which are not always distinct. These stimuli are rather more eclectic and ambiguous (e.g. a variety of facial expressions for various emotions). The aim of this study was to investigate the extent to which the susceptibility for disgust is influenced by ambiguous situations with multiply emotional stimuli. To answer this question, a serious of experiments was conducted on a non-clinical sample of 54 men, between the age of 20 and 33. These tasks included multiple affective facial expressions presented to the test subject in matrices, which were either inconclusive (50 % disgust, 50 joy) or conclusive (20 % disgust, 80% joy or vice versa 80 % disgust, 20% joy). Additionally each test subject was submitted to an experiment presenting a variety of emotional scenes (emotional scene experiment). The experiment was based on the same principles as the facial experiment and only differed from it by the usage of the graphic material (e. g. a plate of maggots). During the experiments the each test subject was required by using as little as possible time for the task to identify as precisely as possible the dominant emotion. The results of showed a distinct overestimation by the test subject in favor of the emotion disgust in ambiguous situations. This means that 56% of test subjects favored disgust in ambiguous facial expressions and 67 % in scenes. These results suggest that there is a prejudice towards disgust. In conclusion to the results it could be that negative events/stimuli are stronger than positive ones (negativity bias).