Titelaufnahme

Titel
Developing a habit : Entwicklung und Umsetzung einer Intervention zum Aufbau von Gewohnheiten für Pausen / Zsófia Berkes
Verfasser/ VerfasserinBerkes, Zsófia
Begutachter / BegutachterinKallus, Konrad Wolfgang
Erschienen2015
UmfangVI, 132 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2015
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Gewöhnung / Arbeitspause / Wohlbefinden / Gewöhnung / Arbeitspause / Wohlbefinden / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-83685 Persistent Identifier (URN)
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Developing a habit [4.52 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Da verhaltensverändernde Interventionen häufig nur kurz- und mittelfristige Effekte erzielen, wird empfohlen Gewohnheiten für das zu erlernende Verhalten aufzubauen (Jeffery et al., 2000; Lally & Gardner, 2013). Im Rahmen eines groß angelegten Projekts in einem österreichischen Unternehmen wurden über zwei Monate Interventionen zu individuellen Pausengestaltung im Arbeitskontext mit vierzehn ArbeitnehmerInnen durchgeführt. Anschließend wurde mit neun TeilnehmerInnen eine zweimalige Intervention mit dem Ziel, Gewohnheiten für Pausen aufzubauen mit lerntheoretischen Elementen durchgeführt. Es wurde die Gewohnheitsstärke (dSRHI), die durchschnittliche Anzahl, Länge sowie Erholsamkeit der Pausen, die subjektiv wahrgenommene Erholung (SwE) sowie Ermüdung (SwM) und Erholungs- sowie Beanspruchungsdimensionen (EBF-Work 55/7) erhoben. Es wurden drei Nachmessungen bis einschließlich drei Monate nach Ende der Intervention durchgeführt. Bei der dritten Nachmessung wurde die Interventionsgruppe mit drei nicht teilnehmenden Kontrollpersonen verglichen. Es wurden bei der Interventionsgruppe Randomisierungstests mittels der Methode der ordinalen Gewichtung mit anschließender metaanalytischen Agglutination der Einzelfalldaten mit Fisher's Methode durchgeführt. Die Randomisierungstests ergaben, dass die Gewohnheitsstärke (p < .001), erlebte Erholsamkeit der Pausen (p = .067) sowie die Beurteilung der Erholsamkeit der Freizeit und Pausen (p = .067) im Laufe der Intervention signifikant bzw. tendenziell signifikant zunahmen. Die subjektiv wahrgenommene Ermüdung nahm hingegen signifikant ab (p = .033). Die berechneten Konfidenzintervalle bei den Kontrollpersonen wiesen darauf hin, dass diese Personen bei der letzten Nachmessung weniger erholt waren und weniger starke Pausengewohnheiten hatten. Die Ergebnisse liefern Hinweise dafür, dass ArbeitnehmerInnen von einer Intervention zum Aufbau von Gewohnheiten für Pausen profitieren können.

Zusammenfassung (Englisch)

Behaviour change interventions often only have short to medium term effects. Due to this, it is recommended to form habits for these behaviours (Jeffery et al., 2000; Lally & Gardner, 2013). In the course of a large project, fourteen employees in an Austrian company attended a two-month programme concerning the individual organization of rest-breaks. Subsequently nine of the fourteen employees participated in an additional two-time intervention with the aim of developing rest-break habits. The intervention was based on learning theories. The measures included habit strength (dSRHI), the average number, length and perceived recovery of rest-breaks, the perceived recovery (SwE) and fatigue (SwM) as well as dimensions of recovery and strain (EBF-Work 55/7). Three post measures were conducted up until three months after end of intervention. At the final post measurement the intervention group was compared to three individuals with no treatment. Randomization tests were conducted using the ordinal weighting scheme for the intervention group followed by meta-analytic agglutination of the single case data with Fisher's method. The results showed that habit strength (p < .001), perceived recovery of rest-breaks (p = .067) as well as the appraisal of leisure and rest-breaks (p = .067) increased in the course of the intervention significantly or showed a tendency thereof. Perceived fatigue decreased significantly over time (p = .033). The confidence intervals comparing the control subjects with the intervention group showed that at the final post measurement individuals without specific treatment were less recovered and showed lower habit strength. The results indicate that employees can profit from an intervention aimed to form habits for rest-breaks.