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Title
7 Söhne im Felde : Familiendarstellungen im Zeichen des Ersten Weltkriegs in Dr. Bloch's Oesterreichischer Wochenschrift / vorgelegt von
Additional Titles
Sieben Söhne im Felde
7 sons in the field : representation of family in Dr. Bloch's Oesterreichische Wochenschrift during World War I
AuthorWedam, Britta
CensorErnst-Kühr, Petra
Published2015
Description121 Bl. : Zsfassungen (1 Bl.)
Institutional NoteGraz, Univ., Masterarb., 2015
Annotation
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
LanguageGerman
Document typeMaster Thesis
Keywords (GND) Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift / Juden / Familie / Geschichte 1918 / Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift / Juden / Familie / Geschichte 1918 / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-83369 Persistent Identifier (URN)
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7 Söhne im Felde [5.92 mb]
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Abstract (German)

Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit einem bisher völlig vernachlässigten Kapitel der Geschichte des Ersten Weltkriegs, nämlich mit der Repräsentation der jüdischen Familie im Zeichen des Krieges. Im Zentrum der literaturwissenschaftlichen Untersuchung steht die mediale Auseinandersetzung mit Familienkonzeptionen in Zeiten des Krieges am Beispiel des konservativ-ausgerichteten Periodikums Dr. Blochs Oesterreichische Wochenschrift. Jüdische Familienvorstellungen und deren kriegsbedingte Veränderungen finden in ihrer Komplexität und Diversität Widerhall in den unterschiedlichsten Texten und Rubriken dieser Zeitschrift. Ausgehend von der These, dass der Familie als kleinster gesellschaftlicher Einheit im Kriegsverlauf ein spezieller Stellenwert in der medialen Kriegsmobilisierung zugeschrieben wurde, stehen in der Masterarbeit Fragen nach den Narrativen über die soziale, symbolische und identitäre Bedeutung der Kernfamilie, innerfamiliäre Rollen (auch in Hinblick auf zivile und militärische Aufgaben) und der Beziehung der einzelnen Familienmitglieder untereinander im Fokus. Auch die medienspezifische Verhandlung der durch die Veränderungen der Familienstrukturen ausgelösten Gefährdung jüdischer Identitätsvorstellungen wird untersucht. Vor der Prämisse, Zeitschriften als Archive zu betrachten (vgl. Frank, Podewski, Scherer) und unter Bezugnahme auf Ansätze des New Historicism sowie der Kritischen Diskursanalyse nach Siegfried Jäger wird gezeigt, dass die Texte einerseits eine dynamische Erinnerungsfläche für jüdische Opfer des Weltkriegs Zivilisten und Soldaten darstellen sowie andererseits ein identitäres Bekenntnis zum Judentum und zur Habsburgermonarchie liefern. Darüber hinaus zeigen die untersuchten Texte, dass sie unabhängig von ihren jeweiligen inhaltlichen Schwerpunkten immer auch als Bemühungen im Kampf gegen den vor allem seit 1916/17 wieder anwachsenden Antisemitismus gelesen werden können.

Abstract (English)

This MA thesis uncovers a presently entirely neglected chapter of the history of World War I, namely the representation of Jewish family life in light of warfare. This literary study centers on the media representation of family concepts in the conservative periodical Dr. Blochs Oesterreichische Wochenschrift during wartime. In different feature articles and editorials, this periodical depicts the complexity and diversity of prevalent Jewish family concepts and the changes they undergo in the context of war. Based on the assumption that the family as smallest unit of society holds specific potential in mobilising support for the war through the media, this thesis focusses on the narrativization of the social, symbolic, and identitarian meaning of the nuclear family, on the distribution of gender roles within the family (as well with regard to civil and military duties) and on the relationships among individual family members. Furthermore, this thesis examines the media-specific negotiations of a potential threat to traditional Jewish identity caused by the transformation of family structures. Based on the premise that periodicals are archives (cf. Frank, Podewski, Scherer) and by appliying a New Historicist approach coupled with Siegfried Jägers theories of Critical Discourse Analysis, this thesis illustrates that the texts from the Wochenschrift constitute a dynamic foil for Jewish victims of war civilians as well as soldiers to remember the period of warfare and provide a vehicle for the reader through which to consolidate their own Jewish identity and sense of belonging to the Habsburg monarchy. Finally, the texts this thesis analyses show that, irrespective of their differences in content, they all also articulate efforts in fighting the emerging anti-Semitism of the years 1916/17.

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