Titelaufnahme

Titel
Bilder, die unter die Haut gehen : Aspekte der Tätowierkunst / vorgelegt von Sarah Gruber
Verfasser/ VerfasserinGruber, Sarah
Begutachter / BegutachterinPloder, Josef
Erschienen2015
Umfang134 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; zahlr. Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2015
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Tätowierung / Geschichte / Tätowierung / Geschichte / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-83327 Persistent Identifier (URN)
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Bilder, die unter die Haut gehen [20.72 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Prähistorische Funde weisen darauf hin, dass es sich bei der Tätowierung um eine Praktik handelt, die der Menschheit bereits seit einigen tausend Jahren als Mittel des Ausdrucks diente. Heute, im 21. Jahrhundert angekommen, wird diese Form des Körperschmucks selbst im bürgerlichen Umfeld weitestgehend akzeptiert und gehört zum normalen Alltagsbild in unserer westlichen Gesellschaft. Doch dieses setzte eine mehrere Jahrhunderte andauernde Entwicklung voraus. Bisherige Forschungen zum Thema der Tätowierung legten ihre Schwerpunkte auf die ethnologischen und soziologischen Hintergründe, dabei wurden die kunst- und bildwissenschaftlichen Aspekte weitestgehend ausblendet. Diese Arbeit hinterfragt zum einen die verschiedenen Entwicklungsperioden der Tätowierung aus kulturhistorischer Sicht sowie auch die Entwicklungen innerhalb der Zunft der Tätowierer, deren Bildgut und welche verschiedenen Einflüsse andere Kulturen auf dieses ausübten. Die heutigen Tätowierer verstehen sich mehr denn je als Künstler, die in ihren „lebendigen Werken“ meisterhafte Leistungen vollbringen. Anschließend wird der Frage nachgegangen, welche Rolle der Tätowierung in der modernen Kunst zukommt und inwiefern man von Tätowierungen als eigenständige Kunstrichtung sprechen kann. Über den Status als reiner Körperschmuck und Modeerscheinung hinaus, hielt die Tätowierung in den letzten Jahrzehnten verstärkt Einzug in die Kunst der Gegenwart und den weltweiten Kunstbetrieb. Bereits in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts beschäftigten sich die Maler der Neuen Sachlichkeit in ihren Werken dem Motiv der Tätowierung. Ab Mitte der 1960er Jahre gewann das „Medium Haut“ bei den Künstlern der Body-Art an immer größerer Bedeutung. Was diese Künstler alle verbindet ist die Nutzung der Tätowierung, als Möglichkeit ihren eigenen Gedanken, Meinungen und Gefühlen in ihrem künstlerischen Schaffen Ausdruck zu verleihen.

Zusammenfassung (Englisch)

Prehistoric artifacts indicate that humans have used tattooing as a means of expression for several thousand years. Now, in the 21st century, this type of body decoration has come to be largely accepted even in respectable society and is a part of everyday life in our western world. This process of acceptance has taken several centuries, however. Previous research on the subject of tattooing has focused on sociological and ethnological aspects, with art- and image-related studies largely put to one side. This paper examines - from a cultural and historical perspective - the various development periods that tattooing has undergone, while assessing changes related to the tattooists' craft, their image repertoire, and influences from other cultures that have shaped their work. Today's tattooists have more in common with artists, creating "living images" that are veritable masterpieces. Following on from this, the paper explores the role of tattoos in contemporary art, and the extent to which tattooing can be said to be a genre in its own right. Beyond its status as body decoration and fashion phenomenon, recent decades have seen tattooing gain more prevalence in modern-art circles and on the global art scene. In the 1920s, the painters of the New Objectivity (in German: Neue Sachlichkeit) movement dealt with the motif of tattoos in their work. The mid-1960's saw the medium of skin gain further importance among creators of Body Art. What links all these artists is their use of tattooing as a way to express their own thoughts, opinions and feelings in their artwork.