Titelaufnahme

Titel
Ist Fortpflanzung unmoralisch? : eine philosophische Untersuchung der moralischen Implikationen bei der Erzeugung empfindungsfähiger Existenzen / vorgelegt von Günther Eberhard
Verfasser/ VerfasserinEberhard, Günther Rupert
Begutachter / BegutachterinMeyer, Lukas
Erschienen2014
Umfang108 Bl.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Fortpflanzung / Moral / Fortpflanzung / Moral / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-83103 Persistent Identifier (URN)
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Ist Fortpflanzung unmoralisch? [0.86 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Arbeit behandelt die philosophische Position des „Antinatalismus“. Ziel der Arbeit ist es, die These zu untersuchen, dass jede Erzeugung empfindungsfähiger Existenzen als unmoralisch angesehen werden muss. Die Grundlage dieser Ansicht ist eine Moral, deren oberstes Ziel es ist, Leid zu minimieren bzw. gänzlich zu verhindern. Die einzelnen Kapitel richten sich nach den Hypothesen, die in Hinblick auf ihre Nützlichkeit zur Rechtfertigung der Grundthese, dass Fortpflanzung unmoralisch ist, untersucht werden: (1) Alles Leben ist notwendig mit Leid verbunden. (2) Es ist immer besser nicht zu sein als zu sein. (3) Jede Erzeugung eines empfindungsfähigen Wesens ist eine Rechtsverletzung. (4) Jede Erzeugung soll unterlassen werden aus epistemischer Unsicherheit ihrer Konsequenzen. Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Hypothesen 1 bis 3 nicht geeignet sind, um zu zeigen, dass Fortpflanzung unmoralisch ist. Nur Hypothese 4 ist in der Lage dieses Urteil zu begründen, sofern die Vermeidung von Leiden im Fokus der zugrundeliegenden Ethik steht.

Zusammenfassung (Englisch)

The paper discusses the philosophical position that is called „Antinatalism“. The aim of this work is to show that each creation of sensitive life must be seen as immoral. The basis of this view is a concept of moral, whose ultimate goal is to minimize or completely prevent suffering. The individual chapters are based on the hypotheses that will be examined in terms of their usefulness to justify the basic thesis and show why procreation should be avoided: (1) All life is necessarily bound up with suffering. (2) It is always better not to be than to be. (3) Each creation of a sensitive being is a violation of moral right. (4) The moral consequences of creation are always uncertainty.The paper comes to the conclusion that hypothesis 1 to 3 are not suitable to prove immorality of reproduction. Only thesis 4 is able to show that reproduction can be judged as immoral, if an avoidance of suffering is central to the ethical conception.