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Title
Die Rolle von DolmetscherInnen im intrasozietären Bereich in der Welt der Spielfilme / vorgelegt von Lesya Litzinger
AuthorLitzinger, Lesya
CensorWolf, Michaela
Published2015
Description104 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; Ill.
Institutional NoteGraz, Univ., Masterarb., 2015
Annotation
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
LanguageGerman
Document typeMaster Thesis
Keywords (GND)Film / Dolmetscher <Motiv> / Soziale Rolle <Motiv> / Film / Dolmetscher <Motiv> / Soziale Rolle <Motiv> / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-82695 Persistent Identifier (URN)
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Die Rolle von DolmetscherInnen im intrasozietären Bereich in der Welt der Spielfilme [1.05 mb]
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Abstract (German)

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den Rollen von DolmetscherInnen in Spielfilmen. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf den im intrasozietären Bereich tätigen DolmetscherInnen, zu dem DolmetscherInnen in juristischen, sozialen, militärischen etc. Settings gezählt werden. Da sich die Kommunikation in diesem Bereich durch direkte Präsenz aller InteraktantInnen im Raum und unterschiedliche Machtkonstellationen kennzeichnet und Anforderungen der InteraktionsteilnehmerInnen an die DolmetscherInnen oft sehr widersprüchlich sind, ist für den intrasozietären Bereich insbesondere die Problematik der Rollenauffassung charakteristisch. Daher wird bei der Analyse den Fragen nachgegangen, welche Rollen die DolmetscherInnen in den Filmen einnehmen und wie diese Rollen gespielt werden. Es wird untersucht, welche Motive das Verhalten der DolmetscherInnen steuern und welche Auswirkungen ihr Verhalten auf die Interaktion hat. Zudem wird bei der Analyse auf die Frage eingegangen, ob die DolmetscherInnen eine Macht besitzen und wie sie damit umgehen. Es wird von der Annahme ausgegangen, dass die DolmetscherInnen in den Spielfilmen als eigenständige InteraktionsteilnehmerInnen, die diese Interaktion beeinflussen, dargestellt werden. Am Anfang der Arbeit wird ein Überblick über die Publikationen zum Thema DolmetscherInnen in Filmen gegeben. Danach wird auf die Dolmetschtypen des intrasozietären Bereichs eingegangen und die Rollenproblematik umrissen. Nach der Vorstellung des Korpus folgt die Analyse, die auf Basis des Konzepts der sozialen Interaktion von Erving Goffman durchgeführt wird. Die Analyse ergibt, dass die DolmetscherInnen außer der gewöhnlichen Rolle der VermittlerInnen noch viele andere Rollen einnehmen und Aufgaben erfüllen, die über ihre normative Rolle hinausgehen. Sie handeln eigenständig und versuchen die Interaktion mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln zu beeinflussen. Geleitet werden sie dabei von persönlichen Emotionen, jedoch nur selten von Eigennutz

Abstract (English)

The present master thesis deals with the roles of interpreters in feature films. It primarily seeks to shed light upon interpreters working in intra-social fields such as legal, social, military etc. settings. In these areas, communication is featured through direct presence of all interacting members in space and different constellations of power. As a result, issues of role concepts are characteristic, especially since requirements of interaction participants to interpreters are often very contradictory. The analysis of the present work explores which roles are taken by interpreters in feature films and in which way these roles are played. It examines the motives that control interpreters behaviour as well as the actual impact of their behaviour on interactions. It furthermore discusses whetheror whether not interpreters possess a certain degree of power and if so, how they manage this power. In this master thesis it is assumed that interpreters in feature films are depicted as independent interaction participants who actively influence interaction. At the beginning of the work, an overview of publications on the subject of interpreters in films is given. This is followed by a discussion of different types of interpreters in intra-social fieldsand as well as role problems. After the presentation of the corpus, the analysis is made on the basis of the concept of social interaction developed by Erving Goffman. The analysis shows that interpreters, additionally to their usual role of mediators, play many other roles and perform tasks that go beyond their normative roles. They act independently and try to influence interactions with the resources available to them, led and supported by personal emotions, but rarely by self-interest or selfishness.