Titelaufnahme

Titel
Kommunaldolmetschen im Bereich Sozialarbeit : Anforderungen an KommunaldolmetscherInnen aus der Sicht von SozialarbeiterInnen / vorgelegt von Nataliya Melnychenko
Verfasser/ VerfasserinMelnychenko, Nataliya
Begutachter / BegutachterinGrbić, Nadja
Erschienen2015
Umfang129 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2015
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Kommunaldolmetschen / Sozialarbeit / Kommunaldolmetschen / Sozialarbeit / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-82635 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Kommunaldolmetschen im Bereich Sozialarbeit [1.26 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die Anforderungen an KommunaldolmetscherInnen, die im sozialen Bereich dolmetschen, stehen im Fokus dieser Arbeit. Ziel der Untersuchung ist es, Fertigkeiten und Kompetenzen der KommunaldolmetscherInnen aus Sicht von SozialarbeiterInnen zu beleuchten sowie zu analysieren, wie sich diese von den in der Translationswissenschaft entwickelten Kompeten-zen bzw. Kompetenzmodellen unterscheiden. Als theoretische Grundlage der Untersuchung wurde das von Albl-Mikasa (2012) vorgeschlagene prozess- und erfahrungsorientierte Modell der Dolmetschkompetenz herangezogen, da es auch zahlreiche dolmetschrelevante Einfluss-faktoren vor, während und nach einer Dolmetschung berücksichtigt und kognitive, psycholo-gische, translatorische und berufsethische Aspekte des Dolmetschprozesses in sich vereint. Zur Beantwortung der Forschungsfragen wurden sechs Sozialarbeiterinnen im Rahmen von Interviews über ihre Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit KommunaldolmetscherInnen befragt, die in den Interviews erhobenen Daten wurden mittels qualitativer Inhaltsanalyse aus-gewertet. Im Zuge der Untersuchung wurde festgestellt, dass viele der von Kommunaldol-metscherInnen erwarteten Kompetenzen mit den Kompetenzen übereinstimmen, die in der translationswissenschaftlichen Literatur behandelt werden. Die Untersuchung zeigt jedoch auch deutlich, dass die Sozialarbeiterinnen das Dolmetschen nicht als Vorgang betrachten, der sich über einen gewissen Zeitraum erstreckt und weit über die Dolmetschung selbst hin-ausgeht. Sie erkennen beispielsweise nicht, dass eine sorgfältige Vorbereitung auf einen Dolmetscheinsatz ebenso zum Dolmetschen gehört wie Terminologiearbeit oder Strategien, die zur Entlastung der Gedächtniskapazität dienen.

Zusammenfassung (Englisch)

This master thesis focuses on expectations towards community interpreters who work in so-cial settings. The goal of this thesis is to explore the skills and competencies needed by com-munity interpreters as perceived by social workers and to analyse how they differ from the skills and/or competence models developed in the field of translation studies. The process- and experience-based model of interpreter competence proposed by Albl-Mikasa (2012) served as the theoretical basis of the study because it addresses a range of factors that influ-ence the interpretation before, during and after the actual interpreting assignment. In addition, it takes into account cognitive, psychological, translation-related and deontological aspects of the interpreting process. In order to find answers to the research questions, six social workers were interviewed about their experiences working with community interpreters. The data ob-tained during these interviews was analyzed via a qualitative content analysis. The results of the study show that many of the competencies expected from community interpreters corre-spond to the competencies described in translation studies literature. However, the research also clearly revealed that social workers do not regard interpreting as a process that covers a certain timespan and goes far beyond the interpreting act per se. For example, they did not see that thorough preparation prior to an interpreting assignment is as much part of interpret-ing as terminology preparation or employing interpreting strategies to minimize memory effort.